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In der Krise ist der Roboter auch nicht besser als der Mensch

Von Thomas Friedenberger - 08. April 2020
Grafik zum Daily #Kassensturz, In der Krise sind Roboter auch nicht schlauer als der Mensch

Foto: istock.com/Avosb

Die Antwort von Dr. Reinhard Krafft, Geschäftsführer Rothschild & Co Vermögensverwaltung, auf unsere Frage im Interview mit der BANKINGNEWS nach der Bedeutung von Robo Advisors bleibt aktuell und gilt auch in Krisenzeiten. Krafft sagte: „Das, was ich beim Thema Robo Advisor im Moment sehe, basiert auf Theorien der 1970er Jahre. Da hat sich im Prinzip nicht viel getan.“ Und er wurde noch deutlicher: „Das als Heilsbringer zu sehen, nur weil auf einer App die Assets-Allokation eingesteuert werden kann und gehofft wird, dass irgendein statistischer Wert im Forschungstool des Anbieters vor einer Krise alles in Cash umswitcht, wird nicht funktionieren.“

Heute wissen wir: Der Mann hat Recht. Denn auch in der Krise sind Roboter nicht schlauer als Menschen. Sonst hätten die Robos rechtzeitig vor einer Krise umgeschichtet. Konnten sie aber natürlich nicht. Einerseits weil sie von Menschen programmiert sind und Künstliche Intelligenz bei der Vermögensverwaltung längst noch nicht so weit ist, sich alles selbst beizubringen und dann auch richtig zu handeln. Andererseits – und jetzt noch einmal Reinhard Krafft im O-Ton: „… nur weil auf einer App die Assets-Allokation eingesteuert werden kann und gehofft wird, dass irgendein statistischer Wert im Forschungstool des Anbieters vor einer Krise alles in Cash umswitcht, wird (es) nicht funktionieren“. Treffender kann man es nicht sagen.

Okay, man könnte sagen: Hinterher ist man immer schlauer. Aber in diesem Fall haben wir den Geschäftsführer der Rothschild & Co Vermögensverwaltung schon im Herbst 2019 befragt. Das aufschlussreiche Gespräch wurde (auch) online am 20. November auf bankingclub.de in der Rubrik „Vorstände im Gespräch“ veröffentlicht. Der Chef der Vermögensverwaltung von Rothschild & Co hat das Thema also ganz nüchtern analysiert und Recht behalten. Nur konnte er natürlich nicht wissen, wie schnell sich das durch die Krise 2020 zeigen würde.

Und der promovierte Banker hat im Interview noch etwas gesagt, an das es sich zu erinnern lohnt: „Ich bin beim Thema Bildung ziemlich kompromisslos. Mehr ist grundsätzlich immer besser. Meiner Meinung nach ist eine Promotion ein wichtiger Baustein und macht gerade in unserem Feld sehr viel Sinn – besonders in Bezug auf wissenschaftliches Arbeiten. Zusätzlich zum wissenschaftlichen Arbeiten bekommt man im CFA-Programm noch einmal ein fachspezifisches und intensives Training hinzu.“ Krafft trägt zusätzlich den Titel „Chartered Financial Analyst“.

Mit dem Namen Rothschild als Asset wird das Bankhaus die Krise wahrscheinlich gut überstehen. Immerhin wurde die Bank schon 1838 in Frankfurt gegründet – ganz ohne Hilfe von Robotern oder Künstlicher Intelligenz, einfach nur mit menschlicher Intelligenz und Unternehmertum.

Von Thomas Friedenberger

Daily-Highlights: Sie möchten mehr aus der Rubrik #Kassensturz? Dann erfahren Sie hier, warum Banken gerade jetzt nicht linear denken sollten oder warum in der Plattformökonomie gilt „The Winner takes it all“.

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