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Eine der erfahrensten deutschen Bankerinnen hört auf 

Sie ist Vorstandsvorsitzende einer Privatbank und das als einzige Frau einer größeren Bank in Deutschland, zudem eine der profiliertesten Bankerinnen des Landes. Nun verlässt Carola Gräfin von Schmettow die Deutschlandtochter der britischen HSBC. So geht es weiter – für die Gräfin und für die HSBC. 

Von Laura Kracht - 12. März 2021
HSBC-Chefin Carola Gräfin von Schmettow geht

29 Jahre im Unternehmen, 17 Jahre als Vorstandsmitglied und 6 Jahre Vorstandsvorsitzende – diese Zahlen können sich sehen lassen. Und diese auch: 2020 liegen die operativen Erlöse bei 888,3 Millionen Euro und der Jahresüberschuss vor Steuern liegt bei 187 Millionen Euro. Was sagen sie aus? Diese Zahlen stehen erstens für die langjährige Tätigkeit der HSBC-Chefin Carola Gräfin von Schmettow. Zweitens zeigen diese, dass sie ihre Aufgabe gut gemacht hat.

Nun wurde bekannt gegeben, dass die Vorstandsvorsitzende das Geldhaus verlässt. Diese Nachricht kam recht überraschend, immer endet ihr Vertrag eigentlich erst in zwei Jahren. Doch der Austritt erfolgte auf eigenen Wunsch. Er sei wohl und lange überlegt, sagt Carola Gräfin von Schmettow. Sie möchte sich eine Auszeit nehmen. Zum 30. April fehlt im Unternehmen dann eine langjährige Konstante – und aus der deutschen Bankenlandschaft scheidet eine der erfahrensten und erfolgreichsten Bankerinnen aus.  

Carola Gräfin von Schmettows Zeit in der HSBC

HSBC-Aufsichtsratschef Paul Hagen hebt nicht zu Unrecht ihre Leistung im Unternehmen hervor. Als Sprecherin des Vorstands verantwortete Carola Gräfin von Schmettow den Bereich Markets und Securities Services. Während ihrer Zeit auf dem Chefsessel hat sie in der HSBC vor allem eins erreicht: Eine erfolgreiche Neuausrichtung der Bank. Und damit eine nicht gerade geringe Leistung vollbracht

Von Schmettow begann ihre Karriere im Kapitalmarkt. Ins Geldhaus eingestiegen ist sie 1992, im selben Jahr, in dem die HSBC Holdings die Düsseldorfer Privatbank Trinkaus & Burkhardt übernahm, die vor allem Geld von vermögenden Kunden verwaltete. Fortan fungierte die Bank als HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA, 2006 wurde die Bank in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert seitdem als HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. 

Seit 2020 ist die HSBC Deutschland vollständig vom britischen Mutterkonzern übernommen. Die Bank ist vor allem auf die Abwicklung des Wertpapierhandels konzentriert. In diesem Bereich ist das Kreditinstitut deutscher Marktführer. Entsprechend gut sehen auch hier die Zahlen aus: 228 Millionen Wertpapiertransaktionen hat die Düsseldorfer Bank 2020 abgewickelt. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld der HSBC sind Firmenkunden in Asien. Mit ihr als Chefin wurde in der HSBC auch die Betreuung von DAX-Konzernen und großen Mittelständlern in einer Einheit gebündelt. Geschäfte mit dem Mittelstand sei auch ein Bereichden die HSBC Deutschland künftig stärker forcieren möchte.  

Zu ihrer Zeit im Geldhaus sagt die Gräfin: „Ich bin froh, dass ich die Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte unternehmerisch mitgestalten konnte und die Bank bei zahlreichen Kunden zu einer Kernbank geworden ist.“ Und weiter: „Wir können stolz darauf sein, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam erreicht haben.“ 

Darüber hinaus ist von Schmettow seit April 2020 Mitglied des Präsidiums des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) und seit Januar 2020 gehört von Schmettow auch zum Kreis der General Manager der britischen HSBC.  

Mehr Zeit für Familie und Privates

Von diesen Aufgaben wird sich von Schmettow künftig verabschieden. Sie möchte ein wenig Abstand gewinnen. Die 1964 in Düsseldorf als Carola Krautwurst geborene Geschäftsfrau ist die Tochter eines Ingenieurs und einer Hochbautechnikerin. Sie besitzt zwei Masterabschlüsse: Einen erwarb sie in Mathematik an der Heinreich-Heine-Universität Düsseldorf und einen in Musik an der Robert Schumann-Hochschule Düsseldorf. Hobbies und Leidenschaften hat sie viele, sie ist begeistert von klassischer Musik und spielt gerne Klavier. Daneben beschäftigt sich mit modernen Programmiersprachen, hatte sogar einmal ein eigenes Softwareunternehmen.  

Ihr Austritt erfolgte aus privaten Gründen. Die Gräfin und fünffache Mutter möchte mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen. In der Mitteilung zum Rücktritt heißt esdass sie nach ihrer Auszeit „ein neues Kapital beginnen möchte“. Wo sie das schreibt, ist noch nicht bekannt. Vielleicht wieder in der Führungsetage einer Bank, denn das kann sie.  

Entsprechend sagt auch der Aufsichtsratsvorsitzende zum Abschied: „Wir respektieren die Entscheidung von Carola von Schmettow, bedauern sie außerordentlich und danken ihr für fast 29 Jahre höchst erfolgreichen Wirkens in der Bank, davon 20 Jahre am Vorstandstisch“. 

Zukunft der HSBC unter neuer Führung

Zugleich habe man aber in ihrem Nachfolger, Nicolo Salsano, den richtigen Nachfolger gefunden. Der ist bereit, in die „großen Fußstapfen“ zu treten: „Ich nehme die Verantwortung gerne an. Ich freue mich sehr, gemeinsam mit dieser erstklassigen Mannschaft die starke Marktposition von HSBC Deutschland weiter auszubauen.“ Und sagt auch: „Die guten Zahlen im schwierigen Jahr 2020 zeigen, dass die Bank in ihrer Breite gut aufgestellt ist. Wir werden auch in Zukunft profitabel wachsen und für unsere Kunden noch deutlicher auf die Stärken der HSBC Gruppe setzen.“ 

Salsano trat im Oktober 2018 in den HSBCVorstand ein. Der erfahrene Investmentbanker leitete dort den Bereich Corporate & Institutional BankingZuvor war der 50-Jährige 17 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Credit Suisse tätig, dort hat er einige Erkenntnisse über den asiatischen Markt sammeln können.

Salsano selbst ist welterfahren. Er ist in Rom geboren, sein Vater ist Italiener und seine Mutter Deutsche. Nun muss er auch die internationalen Beziehungen zwischen der deutschen Tochter in Düsseldorf und der HSBC-Gruppe, eines der größten Finanzinstitute weltweit, intensivieren. Ab 2023 soll die deutsche Tochter formal zur HSBC Continental Europe in Paris gehören. Bis dahin hat Salsano aber noch ein bisschen Zeit, sich in seiner neuen Funktion zurechtzufinden.  

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