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Harte Zeiten für Commerzbank

Von Christian Grosshardt - 31. März 2015

Stellen Sie sich vor, Sie möchten an einem ganz normalen Sonntag Ihren Kontostand überprüfen. Der Mensch im 21. Jahrhundert wählt hierfür zumeist den Online-Weg. Plötzlich der Schock: Ihr Bildschirm zeigt eine große „0“. Da kann einem schon mal das Herz in die Hose rutschen. Ein solches Dilemma mussten einige Kunden der Commerzbank vor kurzem mitmachen. Dabei ist dies nicht das einzige Problem, dem sich das Geldhaus derzeit stellen muss.

„Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu“, sprach der ehemalige Torjäger Jürgen „Kobra“ Wegmann nach einem verkorksten Spiel in die Mikrofone der neugierigen Reporter. Was auf den ersten Blick wie eine freudsche Fehlleistung anmutete, ist auch heute in anderen Branchen immer noch eine gern genutzte Phrase, um die Akkumulation negativer Eindrücke zu beschreiben. Selbst, wenn man denkt, dass man das Schlimmste hinter sich habe, kommt es oftmals noch dicker – ein Faktum, dass die derzeitige Situation der Commerzbank zusammenfassen  könnte. Das Geldhaus schafft es seit einiger Zeit nicht aus der Presse. Fast schon peinliche Ausmaße nahm der 22.03. an, als Kunden auf digitalem Wege nicht nur keinen Zugriff auf ihr Konto hatten, sondern bei einigen Geschockten eine „0“ auf der Habenseite stand. Da ist dem einen oder anderen sicherlich die Kaffeetasse aus der Hand und auf die Tastatur gefallen. Laut dem Handelsblatt lag der Ausfall der IT in einer Neukonfigurierung des Systems begründet. Kann ja mal passieren. Sollte es aber nicht. In den sozialen Netzwerken kam es zu einer regelrechten Explosion, die sich durch lauter Posts äußerte, in denen Kunden schlicht und ergreifend Angst um ihr Geld hatten. Wer kann es ihnen verübeln, wenn sie in der Regel über mehr monetäre Mittel verfügen? Aus Sicht der Commerzbank ist dies aber nicht die einzige Baustelle, die ihr offensichtlich schlechte Presse beschert.

Klage wegen fehlerhafter Beratung  kann teuer zu stehen kommen

Als hätte man nicht schon genug um die Ohren, muss die Privatbank nun wegen angeblich zu risikoreicher Beratung zur Geldanlage einer Stiftung aus Nordrhein-Westfalen eine Entschädigung in Höhe einer Viertelmillionen Euro überlassen. Der Hintergrund: Die Hildegard Bredemann-Busch-du Fallois Stiftung aus Krefeld hatte sich vor 14 Jahren auf Beratung der Commerzbank mit 280.000 Euro an einem Immobilienfonds beteiligt. Seit fünf Jahren verläuft die Ausschüttung nicht mehr wie erhofft. Es folgte eine Klage, die zunächst mit sehr geringen Erfolgsaussichten eingestuft worden war. Dementsprechend war es kein großes Wunder, dass das Landgericht in Frankfurt für die Seite der Commerzbank entschieden hatte. Allerdings hatte das Oberlandesgericht – erst in zweiter Instanz – ein Urteil gegen das Geldhaus gefällt. Als Begründung gibt man an, dass der Stiftung unter keinen Umständen erst zu dieser risikoreichen Anlage hätte geraten werden sollen. In der FAZ wird der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen mit der Aussage zitiert, dass dieses Urteil für eine sehr große Zahl von Stiftungen bedeutsam sei. Sicherlich erhoffen sich einige nun äquivalente Urteile für die nahe Zukunft. Doch was bedeutet dies nun für die Commerzbank? Nun, neben der saftigen zu zahlenden Summe ist der aus der Affäre resultierende Imageschaden noch nicht abzusehen. Wirklich kommunikativ gab man sich gegenüber der Presse nach dem IT-Ausfall auch nicht. Definitiv muss das Geldhaus nun wieder für positive Schlagzeilen sorgen. Ein technisches Problem im 21. Jahrhundert ist ja nicht direkt eine Todsünde, aber die Art und Weise des Ausfalls und die anschließende Minimalkommunikation nach außen wirkt schon etwas befremdlich.

Bildnachweis:  ollo über istockphoto.de

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