Bitte melden Sie sich an

Registrieren Sie Sich als Premium-Mitglied, um Vorträge herunterzuladen.

  • 100% Rabatt auf alle Club-Events und Kongresse
  • Download der Vortragsunterlagen aller Veranstaltungen
  • Zugriff auf Fotogalerie aller Veranstaltungen
Sie sind noch kein Mitglied?

Dann registrieren Sie sich jetzt:

Jetzt Mitglied werden
Sie sind bereits Mitglied oder waren Teilnehmer?

Bitte loggen Sie sich ein:

Jetzt einloggen
Jetzt Mitglied werden

Die Männer verdienen das Geld, die Frauen geben es aus – oder wie?

1949 wurde die Gleichstellung von Mann und Frau im Grundgesetz verankert. Dennoch galt der Mann als „Familienoberhaupt“, die Frau war für den Haushalt zuständig. So bekommt man an Geldautomaten eine sogenannte Hausfrauenmischung – bis heute. Was hat es damit auf sich?

Von Redaktion - 15. Juni 2020
An Geldautomaten bekommt man eine sogenannte Hausfrauenmischung. Was ist das? Daily #Über den Tellerrand

Foto: iStock.com/IrynaAlekseienko

Geldautomaten sind eine gute Sache. Doch sind sie auch diskriminierungsfrei, wenn man bedenkt, dass man an ihnen eine sogenannte Hausfrauenmischung bekommt? Doch was das ist überhaupt? In der Banksprache wird so ein Mischungsverhältnis von Banknoten verschiedenen Wertes bei der Ausgabe durch den Automaten bezeichnet.

Hausfrauenmischung: Was ist drin?

In der Regel setzt sich die Hausfrauenmischung wie folgt zusammen: Beim kleinsten verfügbaren Schein angefangen, wird von jedem Scheinwert je einer ausgegeben. Und zwar solange bis kein höherer Schein mehr verfügbar ist oder der gewünschte Auszahlungsbetrag andernfalls überstiegen werden würde. Der Rest wird in Scheinen mit dem möglichst größten Wert ausgegeben.

Zur Veranschaulichung: Hebt man 100 Euro ab, bekommt man einen 5-er, einen 10-er, einen 20er- und einen 50-er, dann nochmal einen 10er- und noch einen 5er-Schein. Das macht summa summarum also: einmal 50 Euro, einmal 20 Euro, zweimal 10 Euro, zweimal 5  Euro.

Und warum jetzt Hausfrauenmischung? Eine Diskriminierung von Frauen ist dabei nicht impliziert. Oftmals wird diese Art der Geld-Ausgabe an Automaten auch Haushaltsmischung genannt. Denn durch dieses Mischungsverhältnis von verschiedenen Scheinen soll die Bezahlung von alltäglichen Dingen erleichtert werden.

Finanzielle Inklusion von Frauen nicht überall Realität

Offenbar hat sich lediglich diese veraltete Bezeichnung erhalten. Etwas anderes hat sich allerdings zum Positiven geändert: Alle Frauen in Deutschland dürfen heutzutage das Geld selbst abheben – und auf ihr eigenes Konto einzahlen. Seit 1962 sind Frauen nämlich erstmals befugt, eigene Bankkonten zu eröffnen und damit ihr Geld selbst zu verwalten.

Und Frauen hierzulande machen ausgiebig von diesem heutzutage selbstverständlichen Recht Gebrauch. Im Jahr 2017 besaßen laut Bundesbank 95 Prozent der deutschen Frauen ein eigenes Konto. Weltweit sieht die Lage allerdings anders aus. Bei der finanziellen Inklusion von Frauen gibt es in vielen Ländern noch einiges nachzuholen. So gab die Weltbank bekannt, dass etwa die Hälfte der Menschen ohne Bankkonto Frauen in armen Haushalten in ländlichen Gegenden oder außerhalb der Arbeitswelt sind.

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier mehr über Anton Fugger und das Bankenimperium seines „Reichen Onkels“ oder erfahren Sie, warum Banknoten und Musiknoten selten im Gleichklang sind.

Lesen Sie auch

Glosse: Nach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz soll nun auch die Deutsche Bank aufgelöst werden.

Glosse: Nach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz soll jetzt auch die Deutsche Bank aufgelöst werden

Nachdem bekannt wurde, dass ein zunächst geheimes Gutachten[…]

Thomas Friedenberger
Trotz Corona-Krise konnte die Deutsche Bank gute Zahlen schreiben. Ist das jetzt der Wendepunkt?

Das Krisen-Jahr 2020: Wendepunkt oder laues Lüftchen bei der Deutschen Bank?

Trotz Corona-Krise verbucht die Deutsche Bank 2020 einen[…]

Sven Wittich
Banker oben ohne? Ja, denn heutzutage sieht man immer mehr Banker ohne Krawatte, Daily Über den Tellerrand

Dinge, die aus der Finanzbranche verschwinden – heute: die Krawatte

Zugegeben, das Thema „Banker ohne Krawatte“ ist nicht[…]

Thomas Friedenberger
Bild zum Beitrag Unabhängig? BlackRock erstellt Studie für die EU,Waage, die Nachhaltigkeit gegen Geld aufwiegt

Unabhängig? BlackRock erstellt Studie für die EU

Die Europäische Union hat BlackRock mit einer Studie[…]

Sven Wittich
Sind Dividenden trotz Staatshilfen geboten oder geschmacklos?

Dividenden trotz Staatshilfen – geboten oder geschmacklos?

Corona schlägt auch am Aktienmarkt voll durch. Diskutiert[…]

Sven Wittich

Neue Technologien drängen auf den Markt: Impfstoffe als Investitionschance?

In Zeiten niedriger Zinsen und steigenden Regulierungen ist[…]

Stephanie Ruch

12 unglaubliche Dinge, die Kirche und Banken gemeinsam haben

Was haben Kirche und Bankwesen gemein? Mehr als[…]

Thomas Friedenberger

„Mädchen sind nicht weniger wert als Jungen“ – Lohngleichheit aus Kinderaugen

Ein Video der finnischen Finanz-Gewerkschaft Finansforbundet verdeutlicht auf[…]

Tobias Schenkel