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Welttag der sozialen Gerechtigkeit – Gibt es soziale Banken?

Benachteiligung, Armut und Ausgrenzung – Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit jährlich am 20. Februar erinnert uns daran, Missstände in der Gesellschaft wahrzunehmen und etwas dagegen zu tun. Und wie sieht es in der Finanzbranche aus? Gibt es soziale Banken?

Von Redaktion - 20. Februar 2020
Eine Waage aus Menschen als Symbol für soziale Banken

Foto: istock.com/bubaone

Der Welttag der sozialen Gerechtigkeit (jedes Jahr am 20. Februar) wurde 2009 von den Vereinten Nationen eingeführt. Er soll daran erinnern, dass soziale Gerechtigkeit ein hohes Gut ist und auf Ungerechtigkeiten innerhalb der Gesellschaft aufmerksam machen. Dazu gehören vor allem (Bildungs-)Armut und Benachteiligung aufgrund von Religion, Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit oder Behinderung.

Wie sieht es mit der sozialen Gerechtigkeit von Banken aus?

Viele Banken fördern soziale Projekte oder Vereine. So unterstützt die Sparda-Bank München seit vielen Jahren Senioren über den Verein LichtBlick Seniorenhilfe. Der Verein ermöglicht bedürftigen Senioren die Anschaffung notwendiger Alltagsdinge. Außerdem spendet die Genossenschaftsbank jährlich an die NaturTalent-Stiftung, die Jugendliche mit Seminaren unterstützt, damit sie ihre Stärken entdecken und weiterentwickeln können.

Die PSD Banken haben in ihren Satzungen bereits seit 1936 die „Hilfe zur Selbsthilfe“ verankert. Zu ihrem Repertoire gehören Stiftungen, wie Aufwind, MitMenschen und PSD L(i)ebenswert. Auch die Deutsche Bank fördert soziale Projekte und bietet das „Born to Be“-Programm an. Es fördert junge Menschen weltweit.

Nicht immer stehen Ethik und Ökologie auf der Prioritätenliste

Sind diese Banken deswegen soziale Banken? Zwar sind die Projekte wertvoll und helfen benachteiligten Menschen. Allerdings investieren Privatbanken ihre Gelder oft in Branchenfelder, die alles andere als nachhaltig oder sozial sind. Dazu gehören die Rüstungsindustrie, Atom- und Kohlestrom, Nahrungsmittelspekulation oder Geschäftsbeziehungen mit korrupten Regimen. Öffentlich-rechtliche Kreditinstitute achten zwar stärker darauf, wo das Geld angelegt wird, jedoch stehen die ethischen und ökologischen Kriterien nicht immer oben auf der Prioritätenliste.

Nachhaltige und soziale Banken

Kirchliche Banken, wie die KD-Bank oder Pax-Bank, haben den Anspruch, ihre Geldeinlagen nach ethisch-nachhaltigen Kriterien anzulegen. Damit sollen ein Mehrwert und eine bessere Lebensqualität für die Menschen geschaffen werden. Die Pax-Bank hat seit über 100 Jahren eine ökonomische und ethische Zielsetzung. Sie bietet neben anderen Finanzprodukten auch den „IIV Mikrofinanzfonds“ an, durch den Mikrofinanzinstitute auf der ganzen Welt Kleinstkredite an Menschen vergeben, die keinen herkömmlichen Kredit bekommen. So ist es auch armen Menschen möglich, eine eigene wirtschaftliche Existenz aufbauen.

Es gibt aber auch nicht-kirchliche Banken, die sich auf Nachhaltigkeit, Fairness und Ethik spezialisiert haben, wie die GLS Bank, EthikBank oder Triodos Bank. Ethikbanken tätigen keine Investitionen mit Nahrungsmitteln oder Waffen und schließen Unternehmen aus, die Gentechnik, Tierversuche, Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen zulassen. Dafür unterstützen sie mit ihren Investitionen nachhaltige Entwicklungen sowie soziale Projekte und zeigen sich transparent.

Soziale Banken gibt es also bereits. Sie setzen sich für eine gerechte Gesellschaft ein, helfen Menschen und achten auf Nachhaltigkeit. Jetzt liegt es am einzelnen Kunden, wo und wie er sein Geld anlegt.

Tipp: Mehr zum Thema Nachhaltigkeit in der Finanzbranche finden Sie auf „Wird Nachhaltigkeit zum Standard?“, „Nachhaltigkeit ist mehr als ‚grünes Geld‘“ und in der BANKINGNEWS 276.

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