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Die Vor- und Nachteile von Kryptowährungen

Am 22.05.2010, dem sogenannten Bitcoin Pizza Day, wurde zum ersten Mal ein Gegenwert für digitales Geld eingelöst. Seitdem verursachen Kryptowährungen einiges Aufsehen und Diskussionen. Doch was sind Kryptowährungen genau und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Von Timm Schaffner - 10. August 2021
Kryptowährungen, Bitcoin, Etherum, digitales Geld, Blockchain, Kryptos

Foto: https://unsplash.com/photos/ofrXRZngr40

Kryptowährungen sind momentan in aller Munde. Vor allem der Bitcoin ist nicht nur bei Anlegern gefragt, sondern auch immer mehr bei Privatpersonen. Dies liegt daran, dass der Bitcoin vielerorts bereits Anwendung findet und es in den letzten Jahren immer mehr Läden und Online-Shop gibt, bei denen mit Bitcoin bezahlt werden kann.

Aber auch die Verwendung in Bitcoin Casinos hat den digitalen Währungen zu Beliebtheit verholfen, vor allem bei jungen Leuten. Nicht zuletzt wollen Staaten in den Markt des digitalen Geldes einsteigen, indem sie ihre eigenen digitalen Währungen einführen.

In Schweden und in China ist es bereits so weit. Hier wurden staatliche Kryptowährungen parallel zur heimischen Währung eingeführt oder in Testphasen ausprobiert. Auch Fintechs sind in diesen Ländern stark im Kommen.

Kryptowährungen weiter auf Erfolgskurs?

Der Erfolg der Kryptos wird wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren voranschreiten. Denn wenn mehr Menschen ihr Geld in Kryptos investieren, werden mehr Anleger angezogen. Auch sind die Nutzungsmöglichkeiten noch nicht vollständig ausgenutzt. Das wird sich künftig sicherlich ändern.

Anfang des Jahres kündigte etwa Tesla-Chef Elon Musk an, dass die Kunden von Tesla zukünftig in Bitcoin bezahlen können, zog seine Aussage aber kurz darauf wieder zurück.

Zugang und Handhabung

Doch was sind genau die Vorteile der Kryptowährungen? Sie machen es Nutzern leichter, Geld zu verwalten, darauf zuzugreifen und Transaktionen zu tätigen. Sie lassen sich innerhalb von Sekunden an andere Personen oder Institutionen überweisen, wohingegen Überweisungen bei herkömmlichen Banken bis zu drei Arbeitstage dauern können.

Dieser Faktor verstärkt sich, wenn es darum geht, Geld ins Ausland oder gar ins EU-Ausland zu überweisen. Eine Transaktion von Deutschland in die USA kann bei einer normalen Bank bis zu einer Woche dauern. Bei Kryptos landet das Geld mit wenigen Klicks beim Empfänger im Ausland. Wenn sich der Bitcoin großflächig durchsetzt, stehen Banken vor der Herausforderung, dass weniger herkömmliche Überweisungen getätigt werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Handhabung: Um Bitcoins zu nutzen, muss man sich bei einer Handelsplattform anmelden und ein Bankkonto verknüpfen. Zudem finden sich im Netz vermehrt Plattformen, die ein automatisiertes Trading anbieten.

Es gibt also nicht nur die reine Nutzungsmöglichkeit als Geld, sondern Kryptowährungen können auch als Anlage gesehen werden. Die Trading Roboter scheinen auch gut zu funktionieren. Dabei versuchen diese mit einem automatisierten Algorithmus, Gewinne beim Handel mit verschiedenen Kryptos zu erzielen.

Die Technologie der Kryptowährungen ist entscheidend

Ein entscheidender Faktor ist die Technologie, die hinter den Kryptos steckt: die Blockchain, was übersetzt so viel wie Kette aus Blöcken bedeutet. Diese Technologie sorgt für Sicherheit hinter den Kryptowährungen und macht sie transparent.

Außerdem garantiert die Blockchain den Nutzern eine optimale Funktionsweise des digitalen Geldes. Das komplette System der Blockchain ist ein Netzwerk und funktioniert dezentral. Das bedeutet, dass die Daten auf vielen verschiedenen Endgeräten, Rechnern und in Knotenpunkten des Netzwerks gespeichert werden und nicht wie bei einer Bank an einem zentralen Ort.

Dabei werden bei einer Transaktion die Daten der beteiligten Personen in einem neuen Block festgeschrieben und so wird dort auch der aktuelle Besitzer des Coins festgeschrieben. Zusätzlich wird der Besitzer dann auch auf vielen anderen Knotenpunkten festgeschrieben und kann so nicht verändert werden. Wenn dann zum Beispiel Hacker versuchen, an das digitale Geld zu kommen, dann müssten sie theoretisch alle Punkte des Netzwerks verändern, an denen der aktuelle Besitzer festgeschrieben ist.

Dies ist in einem dezentralen Netzwerk aber kaum möglich, was die digitalen Coins sicher macht und eigentlich keine Angriffe von außen zulässt. Ein Problem dabei sind allerdings die Trading-Plattformen, die eine Sicherheitslücke darstellen können. Es gab bereits einige Zwischenfälle, bei denen Bitcoins oder andere Kryptos von Hackern direkt von einer dieser Plattformen gestohlen werden konnten.

Die Kostenstruktur ist attraktiv

Transaktionen und der Handel mit Kryptowährungen sind vergleichsweise kostenarm. Bei einer herkömmlichen Bank gibt es schon seit Jahren keine Zinsen mehr, weil die Europäische Zentralbank (EZB) in Europa zum Beispiel den Leitzins auf null setzte. Die Niedrigzinsphase wird aller Voraussicht nach auch noch einige Zeit anhalten.

Zusätzlich können bei herkömmlichen Banken monatliche Gebühren für das Girokonto anfallen. So entsteht ein sogenannter Minuszins, denn für das Parken von Geld bei einer herkömmlichen Bank muss Geld bezahlt werden.

Dieses Paradoxon umgehen Kryptowährungen, denn dort müssen fallen weder für das Konto noch für das Transferieren von Geld Gebühren an, sodass ein Konto mit kostenlosen Transaktionen angeboten werden kann. Ein Vorteil, den Banken aktuell nicht haben. Wenn sie in Zukunft nicht von Krypto-Plattformen ersetzt werden möchten, müssen sie sich etwas einfallen lassen.

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