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Umbruch in Politik und Aufsicht, Aufbruch in der Geldwäsche-Compliance?

Der Koalitionsvertrag steht. Die BaFin stellt sich neu auf. Was die Finanzbranche in Sachen Geldwäsche-Compliance erwarten kann und was sie tatsächlich braucht, erläutert Christian Tsambikakis von Kerberos Compliance.

Von Christian Tsambikakis - 27. Januar 2022
Compliance Geldwäsche Kerberos

Foto: iStock.com/Enis Aksoy

ADVERTORIAL

Mit dem Koalitionsvertrag der seit November 2021 amtierenden Bundesregierung werden neue Weichen für die Politik und das Leben in Deutschland gestellt. Nur wenige Tage zuvor hat BaFin-Präsident Branson eine Neuausrichtung der Aufsichtsbehörde mit einem Zehn-Punkte-Plan für 2022 bis 2025 bekanntgegeben. Was beides vereint, ist der Fokus auf die Geldwäschebekämpfung. Gerade in Folge des Wirecard-Skandals ist die Bedrohung durch Geldwäsche und organisierte Kriminalität in der Finanzbranche nach wie vor real. Und die gesamte Branche steht unter Beobachtung.
Compliance muss digitaler, automatisierter und bezahlbarer werden, denn die Ausgaben werden sich in den nächsten Jahren massiv erhöhen müssen, um mit den regulatorischen Anforderungen mitzuhalten.

Ein Wirecard 2.0 soll verhindert werden

Die neuen Mittelfristziele der BaFin zielen unter anderem darauf ab, die Behörden in Sachen Geldwäscheprävention zukunftsfähig zu machen. Banken mit erhöhtem Geldwäscherisiko sollen stärker beobachtet werden. Neben klassischen Banken sind damit auch explizit Neobanken, Finanzdienstleister und Krypto-Unternehmen gemeint. Damit soll sichergestellt werden, dass Unternehmen über risikoadäquate Kontrollsysteme verfügen, um effektiv auf Verdachtsmeldungen zu reagieren.
Dafür braucht es eine Aufstockung des Personals und eine Verbesserung der technischen Ausstattung durch den Einsatz von KI. Ziel dieser Maßnahmen ist es, ein härteres Durchgreifen zu ermöglichen. Dazu gehört eine Task Force, die bei Verdacht auf Geldwäsche oder Unstimmigkeiten sofort in der Lage sein sollte, auszurücken und die Sachlage vor Ort zu überprüfen.
Mehr Fortschritt wagen

Auch die Ampelkoalition plant unter anderem die Geldwäschebekämpfung zu reformieren. Unter dem Motto „Mehr Fortschritt wagen“ möchte die neue Regierung zahlreiche Vorhaben umsetzen, die darauf abzielen, den Vollzug zu stärken, die Digitalisierung voranzutreiben und Geldwäscheprävention zu vereinfachen.
Allein die Tatsache, dass der Geldwäsche ein eigenes Kapitel im Koalitionsvertrag gewidmet ist, lässt erahnen, dass die Geldwäschebekämpfung zum Schwerpunktthema werden könnte. Auch wenn viele Punkte noch nicht im Detail ausformuliert sind, könnte der Gesetzgeber auf dieser Basis die Ineffizienz der Aufsicht durch klare Zuständigkeiten aufbrechen. Die Ergebnisse der derzeit laufenden FATF-Prüfung könnten außerdem als Ansatz für schnelle rechtliche Anpassungen funktionieren.
Mit der Schaffung dieser „Erkenntnisgrundlage“ soll eine konsequente Überprüfung durchgeführter Geldwäscheprüfungen in den Bundesländern verbunden werden. Vollzugsbehörden der einzelnen Bundesländer sollen motiviert werden, ihre Verpflichteten häufiger und intensiver zu überprüfen. Die zusätzliche Stärkung der Behörden durch mehr Personal und bessere Strukturen könnte im Ergebnis tatsächlich dazu führen, dass die Einhaltung der Verpflichtungen nach dem Geldwäschegesetz in den kommenden Jahren umfassender überprüft wird. Es bleibt natürlich offen, welche Maßnahmen in welchem Umfang tatsächlich umgesetzt werden.

Einfach, bezahlbar und umsetzbar

Die Finanzbranche steht jetzt schon vor einem komplexen Geflecht aus Gesetzen und Verpflichtungen. Kerberos arbeitet daran, Geldwäsche-Compliance zu demokratisieren und revolutionieren, um digitale Geldwäscheprävention für alle anzubieten. Teure Insellösungen und unnötiger Papierkram dominieren derzeit den Compliance-Markt, obwohl sich digitale Lösungen agil in den Geschäftsprozess integrieren lassen können, um den Aufwand und die Kosten für Compliance zu minimieren.
Über 60 Spezialisten aus den Bereichen Legal, IT, Operations Management und Datenanalyse bei Kerberos unterstützen Finanzunternehmen, auf die komplexen und dynamischen Veränderungen des Geldwäscherechts flexibel und mit einfachen, bezahlbaren und umsetzbaren Lösungen reagieren zu können.
Besonders in Zeiten einer neuen Regierungskoalition, der Neuaufstellung der BaFin und anderer Aufsichtsbehörden, verhindert jede intelligente Investition in Geldwäsche-Compliance, Schiffbruch zu erleiden.

Sie möchten mehr aus der Ausgabe 287 lesen? Mit einem Klick kommen sie hier auf das Vorstandsinterview mit Thomas Fürst: „Wir reden über disruptive Veränderungen und beantworten sie mit Erfahrungen von gestern“ oder auf unsen Leitartikel zum Sparverhalten der Deutschen.

Christian Tsambikakis

Kerberos Compliance-Managementsysteme GmbH

Christian Tsambikakis ist als Geschäftsführer bei Kerberos Compliance tätig.

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