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Nachhaltigkeit und Digitalisierung – am besten geht es Hand in Hand

Digitalisierung und Nachhaltigkeit stehen für Banken aktuell im Vordergrund. In der Sparkasse an Volme und Ruhr, hervorgegangen aus dem Zusammenschluss der Häuser HagenHerdecke und Lüdenscheid im August 2022, ist Achim Wyen für beide Bereiche zuständig. Warum sich diese ideal ergänzen und wie er Synergien für sein Haus gezielt nutzt, erklärt er im Beitrag.

Von Achim Wyen - 30. September 2022
Nachhaltigkeit

Die Bankenbranche befindet sich seit jeher im Wandel. Neuerungen und Anpassungen an sich permanent verändernde Rahmenbedingungen waren und sind erforderlicher Bestandteil des Geschäftsmodells und bilden die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg. Zugenommen aber hat zum einen die Geschwindigkeit, mit der sich Veränderungen vollziehen. Zum anderen haben sich Bandbreite und Komplexität der Neuerungen erhöht. Nicht nur die dynamische Technologisierung und Vernetzung, insbesondere der Kommunikation in der Informationsgesellschaft, beeinflusst diese Entwicklung. Zudem wirkt eine sich weiter verstärkende Regulatorik in diese Richtung.

Hier steht die Transformation immer noch am Anfang: Der Handlungsdruck wird durch gesellschaftliche Trends und neue Wettbewerber wie Fintechs und Neo-Banken nicht gerade kleiner. Das Tempo nimmt zu.

Synergien nutzen, Potenziale heben

Für den Finanzsektor stehen vor allem die digitale und die nachhaltige Transformation im Vordergrund. Während bei der Technisierung der Institute schon große Fortschritte zu verzeichnen sind, hinkt die Umstellung und Adaption durch die Bankmitarbeiter noch hinterher.

Auch Nachhaltigkeit entwickelt sich als gesellschaftlicher Trend dynamisch. Hier sind Lösungen, Beratungs- und Produktangebote der Banken und Sparkassen noch stark ausbaufähig. Beherrscht wird das Themengebiet aktuell insbesondere durch die Regulatorik. Der Gesetzgeber, die BaFin und EU fordern Reportings in erheblicher Tiefe und Granularität mit der Perspektive, mittelfristig geforderte Kennziffern erreichen zu müssen. Gleichzeitig gilt es, die nachhaltige Transformation des Unternehmens in der ganzen Bandbreite der SDGs operativ voranzutreiben und alle mitzunehmen.

Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung ergänzen sich dabei in Banken ideal. Häufig sind die Übergänge fließend. Beispiele für die Wechselwirkung beider Handlungsfelder sind die Umstellung des leider immer noch sehr umfangreichen papiergebundenen Postversands auf die Bereitstellung in elektronischer Form oder die Nutzung von PenPads und digitalen Signaturen anstelle von Papier.

Neben einer deutlichen Kostenreduzierung mit vergleichsweise kurzer Amortisationszeit sind diese Lösungen schneller, komfortabler und eben nachhaltiger. Wenn eine Bank oder Sparkasse beide Bereiche „bespielt“, gelingt es Synergien und Potenziale schnell zu erkennen und zu heben.

Eine Vorgehensweise der kleinen Schritte

Entgegen zunächst anderer Überlegungen setzt die Sparkasse an Volme und Ruhr deswegen auch nur ein interdisziplinär zusammengesetztes begleitendes Innovationsteam aus der Mitarbeiterschaft als Consultants und Botschafter für beide Handlungsfelder ein.

An das Thema Nachhaltigkeit ist die Sparkasse systematisch herangegangen. Dazu wurde eine Erhebung des Status quo durchgeführt und diese mit Benchmarks aus der Gruppe abgeglichen. Daraus wurde ein Maßnahmen- und Handlungsplan abgeleitet, den das Kreditinstitut aktuell gezielt abarbeitet. Etwa wurde die Energieversorgung bereits auf grünen Strom sowie auf CO2-neutrales Gas und der Fuhrpark auf E-Fahrzeuge umgestellt.

Fast die Hälfte der Mitarbeiter können zwei bis drei Tage die Woche mobil arbeiten. Das wird auch nach der Corona-Pandemie so fortgeführt. Trotzdem ist die To-do-Liste noch lang. Zum Beispiel soll die Geschäftsstrategie ergänzt und die Anlagerichtlinie für das Depot A noch auf den Prüfstand gestellt werden. Es ist eine Vorgehensweise der kleinen Schritte, die einen langen Atem und eine interdisziplinäre zentrale Steuerung erfordert.

Bei der Digitalisierung hingegen ist die Sparkasse schon einen großen Schritt weiter. Hier profitiert das Institut von den zahlreichen Lösungen der Sparkassen-Finanzgruppe und einem zentralen IT-Dienstleister. Alle Mitarbeiter haben Schulungen und Web Based Training (WBT) absolviert. Prozessoptimierungen werden laufend eingepflegt und neue digitale Prozesse integriert.

Auch für den Digitalisierungsgrad gibt es ein Ranking unter den Sparkassen mit regelmäßigen Reportings, bei dem sich die Sparkasse an Volme und Ruhr in den letzten zwei Jahren vom Mittelfeld in die vorderen Ränge der vergleichbaren Häuser vorgearbeitet hat. Aber auch hier gilt: Stillstand wäre Rückschritt, deshalb bleibt das Kreditinstitut am Ball und arbeitet daran, iterativ Verbesserungen umzusetzen.

Regionalbanken in der nachhaltigen Transformation

Derzeit baut die Sparkasse ihre Kompetenzen systematisch weiter auf, neben den privaten auch insbesondere die gewerblichen Kunden bei der Finanzierung der Transformation aktiv zu begleiten und als wichtigster Ansprechpartner beim ESG-Scoring zur Stelle zu sein. Dazu arbeitet die Sparkasse mit Netzwerken, berät und vermittelt öffentliche Fördermittel.

Gezielt sollen diese komplexen Rahmenbedingungen als Chance begriffen werden, Kunden bei ihrem anstehenden Veränderungsprozess zu unterstützen, sie kompetent zu beraten und natürlich als Finanzierungspartner zur Verfügung zu stehen. Auch bei privatem Immobilienbestand gibt es einen großen Bedarf bei der energetischen Sanierung. Hier soll das Institut als erster Ansprechpartner wahrgenommen werden, der auch Verantwortung für die Region übernimmt. Die Voraussetzungen dafür zu schaffen, steht derzeit im Fokus.

Insgesamt werden Kreditinstitute Treiber der nachhaltigen Transformation, allein schon aufgrund der Rahmenbedingungen. Dies wird durch die Aufsicht befördert, die ein ESG-Scoring für jeden Firmenkunden vorsieht und nach der die Sparkassen und Banken ihre Aktiva nach Taxonomie-Konformität bewerten müssen. Potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken sind zu benennen und zu bewerten.

Insofern kommt den Sparkassen, aber auch anderen Regionalbanken bei der Umsetzung und Weiterentwicklung zu einer nachhaltigen Gesellschaft eine besondere Bedeutung zu. Mit hoher Marktdurchdringung, viel Know-how und Netzwerken, der Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sowie der Verbundenheit zur Region können sie ihrer Schlüsselrolle beim Thema Nachhaltigkeit auch gerecht werden.

TIPP: Sie interessieren sich für Digitalisierung? Dann können Sie hier die Beiträge „Ein Lächeln in die Kamera genügt“ oder „Estnische Innovation in Mittweida: Die Werkbank 32“ lesen.

Achim Wyen

Sparkasse an Volme und Ruhr

Achim Wyen ist Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsbeauftragter der Sparkasse an Volme und Ruhr.

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