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Bankenführung: Geht das auch in weiblich?

Eine Bank vollkommen in Frauenhand? Gibt es nicht? Stimmt, denn sie gibt es nicht mehr. In Clarksville im US-Bundesstaat Tennessee war das mal anders. Hier regierten Damen die Finanzwelt.

Von Redaktion - 29. April 2020
Die First Woman's Bank: Eine Bank komplett in Frauenhand, Fun Fact auf bankingclub.de

Dafür müssen wir in der Zeit zurückgehen. Genauer gesagt führt uns dieser interessante Fakt ins Jahr 1919. Die Reise geht nach Clarksville, Tennessee. Warum gerade in diesen Binnenstaat im Süden der USA, der für Countrymusik und Whiskey bekannt ist und in dem der King of Rock ‘n‘ Roll Elvis sein legendäres Anwesen hatte? Der Grund ist einfach: Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wurde hier die „First Woman’s Bank“ eröffnet.

In diesem Finanzinstitut, das sich im Arlington Hotel in Clarksville befand, hatten Frauen das Ruder in der Hand: Die „First Woman’s Bank“ ist nicht nur von Frauen ins Leben gerufen worden, sie wurde auch von einer Frau geleitet und alle Mitarbeiter waren weiblich.

Die Idee einer Bank in weiblicher Hand passte durchaus zu anderen zeitgeschichtlichen Ereignissen, die die Rechte der Frauen ausweiteten. Dazu zählten etwa Erfolge im „Temperance Movement“ und die Aussicht auf das Wahlrecht.

Die kurze Geschichte der „First Woman’s Bank“

Dennoch war die Sensation groß, als das Geldhaus am 6. Oktober 1919 seine Tore öffnete. Die Gründerin und Präsidentin dieses besonderen Geldhauses ist Brenda Vineyard Runyon. Kennen Sie nicht? Dann stellen wir die Dame mal kurz vor. In der von ihr ins Leben gerufenen Bank wurden Einlagen von Frauen und Männern angenommen. Runyon bestärkte aber besonders Frauen darin, zu sparen und zu investieren. In den 1920ern keine Selbstverständlichkeit.

Tipp: Erfahren Sie hier etwas zur Geschichte des „Equal Pay Day“, zum „Internationalen Frauentag“ oder oder zum Gender Pay Gap in der Finanzbranche.

Daneben betätigte Runyon sich in der Gemeinde und war das einzige weibliche Mitglied im School Board. Gemeinsam mit ihrem Mann unterrichtete die Bankleiterin auch in der Sonntagsschule ihrer Kirche. Die zweifache Mutter war außerdem im Ersten Weltkrieg Direktorin der örtlichen Rote-Kreuz-Einheit. In ihrer Funktion als Leiterin der „First Women’s Bank“ war sie darüber hinaus so etwas wie eine Frauennetzwerkerin.

Natürlich ist Brenda Vineyard Runyon vor allem mit dieser Institution verbunden. Und das derart, dass keine Nachfolgerin gefunden wurde, als Runyon 1926 aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt als Leiterin niederlegte. Das Kreditinstitut wurde nach ihrem Rücktritt von der „First Trust and Savings Bank of Clarksville” übernommen.

So existierte die „First Woman’s Bank“ nur sieben Jahre lang. Dennoch ist Runyons Bank ein einzigartiges Geldhaus, das nicht nur als Testmodell angesehen werden sollte. Schaut man sich die Führungsetagen von Kreditinstituten heute so an, können sich die meisten von der „First Women’s Bank“ noch eine große Scheibe abschneiden.

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier etwas über den Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz oder erfahren Sie, was was New Work eigentlich ist.

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