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NRW versteigert Bitcoin aus Darknet

Bitcoin fasziniert. Wann auch immer die „Kryptomutter“ zur Sprache kommt, schart sie die Aufmerksamkeit um sich. Folglich konnte sich die aktuelle Online-Auktion der Justizbehörde in Nordrhein-Westfalen, die nun bundesweit Bitcoin-Vermögen versteigert, großer Popularität erfreuen. Kurioserweise geht diese Versteigerung aus beschlagnahmter Ware hervor: überwiegend aus dem Drogenhandel. Der Gegenwert beläuft sich aktuell auf etwa 12 Millionen Euro und soll schließlich in die Landeskasse fließen.

Von Fiona Gleim - 27. Oktober 2021
Beitragsbild_Daily_NRW versteigert Bitcoin aus Darknet

Foto: istock.com/drogatnev

Monatelange Vorbereitung hatte die Versteigerung in Anspruch genommen. Laut des geschäftsführenden Ministers der nordrhein-westfälischen Justiz habe man mit der rechtlichen Komplexität der Versteigerung zu kämpfen gehabt: „Die Verwertung eingezogener Gegenstände erfolgt in der Regel durch öffentliche Versteigerung. So sieht es das Gesetz vor. Nach der zu Grunde liegenden Rechtsauffassung, der wir folgen, gilt das auch für Bitcoin.“ Statt die Datenpakete also bei einer Umtauschbörse in Euro umzutauschen, entschied man sich, sie im eigenen Portal Justiz-Auktion.de anzubieten. Dabei wird betont, dass der Auftrag eher der Verwertung unterliegt, statt spekulativen Absichten nachzugehen.

Virtuelles Geld aus Drogenhandel

Dem üblichen Verkaufsangebot der Justizbehörden von Suppenkübeln, Bürostühlen und Holzpaletten konnten sich bereits in der Vergangenheit Kryptomünzen einreihen, allerdings in sehr viel kleineren Mengen. In diesem Fall stammt das virtuelle Geld überwiegend aus Drogengeschäften im Darknet, welches direkt bei Kriminellen aufgefunden und sichergestellt wurde.

„Viele virtuelle Währungen und deren Transaktionen sind staatsübergreifend und grenzübergreifend.“, erklärt der geschäftsführende Minister der Justiz Nordrhein-Westfalen Peter Biesenbach. Aufgrund dieser fehlenden Regulierung gewinnen Kryptowährungen besonders unter Kriminellen ihre Anhänger.

Das inkriminierte Kapital aufzuspüren, stellt sich rückblickend als eine der größten Hürden dar. In der Regel befindet sich solch digitales Vermögen auf winzigen Speicherkarten, welches von speziellen Datenträgerspürhunden lokalisiert werden kann. Da die Hunde auf einen bestimmten Mischgeruch von seltenen Erden und Legierungen sensibilisiert sind, womit nur Handys und Datenträger in Verbindung treten, werden diese für den Einsatz genutzt. Nichtsdestotrotz gilt, dass je kleiner das Objekt ist, desto mehr wird die Suche erschwert.

Hacker-Schutz dank „Paper Wallet“

Mit dem Fund sollen nun insgesamt 250 Bitcoin versteigert werden, wofür zunächst 15 Auktionen geplant sind. Die Auktionsdauer beträgt zwei Tage mit Staffelungsgrößen zwischen 0,1 und 10 Bitcoin. Der Startpreis liegt bei 80 bis 90 Prozent des Tageskurses. Somit begann die Auktion bei einem Wert von 42.400 Euro und lag innerhalb kürzester Zeit weit über dem Marktwert. Den starken Andrang erklärt man sich unter anderem so, dass der Empfang der Bitcoin-Ersteigerung von der Justizbehörde sicher scheint.

Um die Bitcoins vor Hackern zu schützen, erhält jeder Auktionsgewinner eine „Paper Wallet“: Dabei handelt es sich um eine virtuelle Geldbörse beziehungsweise einem Stück Papier, bedruckt mit einem QR-Code. Dieser analog gesicherte Zugangsschlüssel soll schließlich den Zugriff auf die Digitalwährung gewährleisten. Dank der Blockchain-Technologie sind die Datenpakete selbst vor Kopie- und Fälschungsversuchen sicher. Auch bezüglich der Wallet verbreiten sich Spekulationen, ob diese einen Sammlerwert habe, was zu dem immensen Zulauf beitragen könnte.

Neben Bitcoin befinden sich noch weitere Kryptowährungen wie Litecoin, Ethereum, Ripple oder Monero im Besitz der Justiz. Auf die Frage nach der Warenlagerung und ob diese auf sogenannten „Cold Wallets“ liegen, die den Zugriff aus dem Netz heraus versperren, wurde aus Sicherheitsgründen geschwiegen. Etappenweise sollen die millionenfachen Erlöse der Versteigerungen schließlich in die Landeskasse fließen.

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