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Brexit ade: Großbritannien mit Rückenwind

Mit dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU prägten schlechte Nachrichten das Bild. Doch jenseits prominenter Skandale wie der Partygate-Affäre von Premierminister Johnson scheint sich eine wirtschaftliche Trendwende abzuzeichnen. Eine Umfrage von EY hat ergeben, dass 87 Prozent der Investoren planen, ihre Geschäfte in den UK auf- oder auszubauen.

Von Milan Herrmann - 28. Januar 2022
Brexit

Foto: istock.com/Warchi

Im Jahr 2016, als die Briten im Brexit-Referendum über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union abstimmten, erhob die Firma EY erstmals ihr Stimmungsbarometer für die Finanzbranche. Seitdem war die Stimmung der Investoren nicht so positiv wie heute. Stolze 87 Prozent aller Befragten wollen in den Standort Großbritannien investieren. Zum Vergleich: Noch 2019 lag der Wert bei bescheidenen 11 Prozent.

Der sukzessive Anstieg des Werts legt zudem nahe, dass es sich um einen nachhaltigen Trend und nicht etwa um flüchtige Schwankungen handelt. In den Jahren 2020 und 2021 wuchs die Investitionsbereitschaft auf 45 und 50 Prozent an. Parallel stieg der Glaube an die Attraktivität des Standorts von 50 auf 75 Prozent. Zur Beantwortung der Frage, wie dieser fundamentale Wandel zu erklären ist, bietet die Studie von EY zwei Anhaltspunkte.

Corona-Management als Standortfaktor

Zum einen steuert das Corona-Management der Briten einen Beitrag zur positiven Entwicklung bei. Anders als es in der deutschen Nachrichtenwelt wahrgenommen wird, bewirkt die britische Pandemiebekämpfung Zuversicht in der Finanzbranche. 41 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie aus diesem Grund mehr und acht Prozent, dass sie deshalb deutlich mehr in den Standort Großbritannien investieren wollen.

Mit insgesamt 54 Prozent ist eine effektive Pandemiebekämpfung für die Mehrheit der wichtigste Faktor im Hinblick auf ihre Investitionsentscheidungen. An den Plätzen zwei und drei folgen mit einigem Abstand Krisenprävention (38  Prozent) und die Liquidität von Kapitalmärkten (33 Prozent).

ESG als Antreiber

Zum anderen spielt die Zufriedenheit mit britischen ESG-Richtlinien und den Bedingungen für grüne Investments eine bedeutende Rolle. Fast 90 Prozent geben an, dass das Vereinigte Königreich einen geeigneten Rahmen bietet. Mehr als die Hälfte aller Befragten sieht diesen Bereich als einen der drei wichtigsten Pfeiler in ihrer Unternehmensstrategie. Demgegenüber geben nur 3 Prozent an, ESG überhaupt nicht auf ihrer Prioritätenliste zu haben.

Insgesamt deutet das Stimmungsbarometer von EY auf eine stabile Entwicklung hin. Sowohl die kontinuierliche Verbesserung der Zufriedenheit als auch die Akzeptanz des Corona-Managements und der ESG-Richtlinien sprechen für den Standort Großbritannien. Überwältigende 90 Prozent sehen es ähnlich. Sie gehen davon aus, dass der Investitionsstandort UK seine Attraktivität in den nächsten drei Jahren behalten oder sogar ausbauen wird.

TIPP: Sie möchten mehr zum Thema Politik & Aufsicht lesen? Dann lesen Sie hier von der stetig schwindenden Grenze zwischen Fintechs und Banken oder lesen Sie hier unser Interview mit FDP-Politiker Harald Christ.

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