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Ein Bit + ein Coin = ein Bitcoin und ein Wahnsinnshype

„Ich bin mit Dir so hoch geflogen“ – und so tief gefallen. Die Kryptowährung Bitcoin kennt in ihrem kurzen Leben die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen. Wie sie genau funktioniert und was hinter dem aktuellen Hype steckt? Hier erfahren Sie es.

Von Laura Kracht - 17. Februar 2021
Bitcoin, was macht eigentlich den Hype aus? Und wie entstehen Bitcoins?

Das Internet ist längst ein Massenmedium. Bargeld gilt als „unhygienisch“ sowie „uncool“. Nichts würde also wohl besser zur modernen Welt passen, als eine virtuelle Währung. Eine Kryptowährung muss her! Das dachte sich auch eine Person (oder ein Kollektiv) namens „Satoshi Nakamoto“ und veröffentlichte am 31. Oktober 2008 ein Whitepaper – mit weitreichenden Folgen. Die acht Seiten des Bitcoin-Whitepaper haben eine digitale Revolution verursacht.

Bahnbrechend am Whitepaper ist vor allem, dass damit der Grundstein für die heutige Blockchain-Technologie (DLT-Technologie) gelegt wurde. Die Blockchain revolutionierte die Welt. Die als Datenbank oder Kontenbuch vorstellbare „Blockkette“ ist eine kontinuierlich erweiterbare Aneinanderreihung von Datensätzen beziehungsweise Blöcken. Sie funktioniert dezentral, anonym und sicher.

Bereits über das Bitcoin-Whitepaper sind Blockchain und Kryptowährung eng miteinander verzahnt. Denn jeder, der eine Transaktion mit Bitcoins veranlasst, verlängert die Blockchain.

So geht Bitcoin oder: Bitcoin-Basics

Bitcoin, die wohl bekannteste von über 4.000 digitalen Währungen ist eine Ersatzwährung zu Fiatwährungen. Satoshi Nakamoto geht im Whitepaper auf zentrale Schwierigkeiten im Umgang mit monetären Werten ein. Er/es wirft staatlichen Instituten vor, nicht vertrauensvoll genug mit diesen umzugehen. Bitcoin soll daher nicht von einer zentralen Gewalt steuerbar sein. Anders als bei staatlichen Währungen ist die Geldmenge auf etwa 21 Millionen begrenzt. So ist Bitcoin im eigentlichen Sinne auch keine Währung. Übertragungen können privat und ohne staatlichen Mittler getätigt werden.

Damit Bitcoins entstehen, sind mehrere komplexe Algorithmen am Werk. Im sogenannten Konsensprotokoll wird abgestimmt, welcher neue Block der Kette hinzugefügt wird. Vorschläge für neue Blöcke werden durch Validatoren ausgearbeitet. Alle Teilnehmer müssen dem neuen Block zustimmen. Dann startet ein rechenintensiver Prozess, das Mining. Durch diesen werden neue Blöcke erzeugt und im Netzwerk verbreitet.

2009 wurde die Kryptowährung mit dem Abschluss des ersten Genesis-Blocks offiziell geboren. Vier Jahre später wurden Bitcoins in Deutschland vom Bundesfinanzministerium als „Rechnungseinheit“ anerkannt, sie seien eine Form von „privatem Geld“.

Wichtig für die Bitcoin-Historie ist auch der 22. Mai 2010. Am sogenannten Bitcoin Pizza Day fand die erste dokumentierte Transaktion der Kryptowährung für ein reales wirtschaftliches Gut statt. Laszlo Hanyecz tauschte damals genau 10.000 Bitcoins gegen zwei Pizzen mit Jeremy Sturdivant („Jercos“). Hanyecz verfügte über diese enorm hohe Summe an Bitcoins, da er an der Weiterentwicklung des Mining-Prozesses beteiligt war. Heute gilt Laszlo Hanyecz als einer der größten Verlierer der neueren Geschichte. Die Höhe seines Verlustes ändert sich täglich und lässt sich im „Bitcoin Pizza Index“ nachvollziehen.

Durch hoch und tief

Ja, bei Bitcoin gab es einige Verlierer. Denn 2018 platze die Bitcoin-Blase. Im Buch „Von Tulpen zu Bitcoins“ skizziert Torsten Dennin die „größte Finanzblase aller Zeiten“. Damit meint er den Absturz von 80 Prozent nach einem explosionsartigen Anstieg des Bitcoin-Wertes im Jahr zuvor (hier geht es zur Rezension des Buches). Bis zum Absturz 2018 stieg der Bitcoin-Wert kontinuierlich, von null Euro über 100 Euro im Jahr 2013 hin zu rund 17.000 Euro.

Dieser gravierende Absturz ist vielen noch im Gedächtnis ist. Trotzdem rückte die Kryptowährung in letzter Zeit vermehrt in den Fokus von Anlegern. Das mag zum einen an der Angst vor Inflation in der Corona-Pandemie liegen. Zum anderen spielt auch die anhaltende Niedrigzinsphase eine Rolle. Denn Bitcoin verspricht hohe Renditen.

Hohe Wellen schlug vor allem auch das Investment von Elon Musk in die Kryptowährung. Er kaufte Bitcoins für 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Kurs stieg daraufhin enorm an. Seit Anfang Februar geht der Wert mit einem Zuwachs von über 50 Prozent rapide nach oben. Und: Die Rekordjagd geht weiter. Die Digitalwährung hat nach dem Sprung über die 50.000 US-Dollar-Marke einen weiteren Höchststand erreicht. Am 17. Februar 2021 liegt der Wert bei 51.300 US-Dollar.

In Bitcoin investieren: Ja oder nein?

Trotz oder gerade weil der Bitcoin extremen Kursschwankungen in der jüngeren Vergangenheit fern geblieben ist, warnen Experten, Bundesbank und BaFin vor hohen Investments in die Kryptowährung. Das Risiko, dass besonders junge Leute von schillernden Persönlichkeiten wie Musk animiert werden und mehr investieren, als sie sich leisten können, ist hoch. Kursschwankungen sind keineswegs ausgeschlossen und damit extreme Wertminderungen oder Totalverluste ebenso wenig. Denn Bitcoins sind nicht frei verteilt wie Bargeld und die sogenannten „Whales“, die enorm viele digitale Münzen besitzen, haben hohen Einfluss auf die Preise.

Hanyecz konnte sein Bitcoin-Geschäft noch als Scherz sehen, da der Bitcoin noch nicht wirklich etwas wert war. Wer heute in die Digitalwährung investiert, investiert reales Geld. Und reales Geld bleibt reales Geld. Ob nun in der Hand oder im Netz.

Daher lohnt ein Blick auf andere Anlagemöglichkeiten oder ein Gang zum Anlageberater, der etwa über nachhaltige Alternativen aufklärt. Von denen gibt es ja Gott sei Dank auch immer mehr.

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier, wer die wahren Gewinner der GameStop-Rally sind oder erfahren Sie hier, was es Neues bei der Commerzbank gibt.

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