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Nachhaltigkeit und Regulatorik: Wie Banken hier den Überblick behalten

Nachhaltigkeit in der Finanzbranche ist gekommen, um zu bleiben. Dabei müssen Banken viele regulatorische Anforderungen im Blick behalten. Wie dies gelingt und wie nachhaltige Maßnahmen umsetzbar sind, erläutern Bernd Hinrichs und Christian Treske von crossconsulting.

Von Gemeinschaftsbeitrag - 12. September 2022
Regulatorik und Nachhaltigkeit: Wie Banken hier den Überblick behalten

Foto: iStock.com/Petmal

ADVERTORIAL

Die regulatorischen Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit nehmen zu. Der Grund dafür ist, dass Banken und andere Finanzdienstleister dazu auserkoren wurden, die Welt nachhaltiger zu gestalten. Durch die Lenkung von Kapital- und Geldflüssen halten sie einen wichtigen Stellhebel in ihren Händen, wenn es um die nachhaltige Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft geht. Daher setzen Regulatoren hier zu Recht verstärkt an. Allerdings stellen die Anzahl, die Komplexität und die Verwobenheit der teilweise noch nicht final ausgearbeiteten regulatorischen Vorgaben Banken und andere Finanzmarktteilnehmer vor Herausforderungen.

Abhängigkeiten bewusst machen

Eine Herausforderung besteht unter anderem darin, den Überblick zu behalten. Die EU-Roadmap der regulatorischen Anforderungen gleicht einer Operation am offenen Herzen. Die relevanten Nachhaltigkeitsfaktoren sowie der Umgang mit ihnen müssen in das Konstrukt der bestehenden Verordnungen, Richtlinien und Gesetze eingewoben werden. Und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Banken und Finanzdienstleister sind stets gefordert, für sie relevante Weiterentwicklungen, Anpassungen und Konkretisierungen auf dem Radar zu behalten. Mittlerweile enthalten viele regulatorische Anforderungen mehrstufige Einführungstermine, die nicht verpasst werden dürfen.

Um Doppelarbeit zu vermeiden, sollte ein unternehmensweites Verständnis dafür entwickelt werden, welche Regularien berücksichtigt werden müssen und welcher Bereich in der Organisation diese umsetzt. Es braucht eine Struktur, in der die verschiedenen Anforderungen verortet werden können. Dabei gilt es, sich Abhängigkeiten bewusst zu machen und Termine im Blick zu behalten. Eine „Landkarte der bindenden Verpflichtungen“, die regelmäßig aktualisiert wird, stellt sicher, dass alle relevanten Regularien im Scope der eigenen Analysen und Aktivitäten sind. Darüber hinaus erleichtert dies die Koordination von Einzelmaßnahmen.

Für jede regulatorische Vorgabe sollten in einem Detailblatt weitere Informationen wie Einführungstermine, nächste Aktualisierung, Status der Konkretisierung, Abhängigkeiten zu anderen Regulatorien dokumentiert und regelmäßig unternehmensindividuell aktualisiert werden. Eine solche Übersicht ist auch eine gute Vorbereitung für externe Prüfungen.

Mehr Informationen benötigt als bisher

Sobald ein Überblick vorhanden ist und die Maßnahmen abgestimmt wurden, gilt es zu prüfen, welche Informationen benötigt werden, um die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen. Im Rahmen der EU-Taxonomie müssen Banken etwa beurteilen, inwieweit ihre Geschäftsaktivitäten nachhaltig sind. Dafür müssen sie unter anderem auch ihre Kredit­engagements anhand von Nachhaltigkeitskriterien bewerten und die Ergebnisse dokumentieren sowie aktualisieren. Für Nachhaltigkeitsberichte nach der geplanten Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) werden wesentlich mehr Informationen benötigt als für bisherige Berichterstattungen.

So muss ein umfassender Blick auf die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Unternehmens geworfen werden. Dabei geht es auch darum, Ziele und zukünftige Anspruchsniveaus zu definieren und immer wieder über den Fortschritt zu berichten.Darüber hinaus müssen Umweltwirkungen in beide Richtungen betrachtet werden. Bei der sogenannten doppelten Wesentlichkeitsanalyse sollten Institute nicht nur den Einfluss der „Außenwelt“ auf die Geschäftsaktivitäten (Outside-In-Perspektive), sondern neuerdings auch den Einfluss der eigenen Geschäftsaktivitäten auf die „Außenwelt“ (Inside-Out-Perspektive) sowie deren Bedeutung für Stakeholder periodisch bewerten und dokumentieren.

Pool für alle Nachhaltigkeitsdaten

Bei den Nachhaltigkeitsdaten und -informationen ist eine silohafte Datenhaltung zu vermeiden und, wenn möglich, direkt ein übergreifender Datenpool für alle Nachhaltigkeitsdaten aufzubauen. Denn Daten werden häufig für mehrere Zwecke benötigt und aussagekräftige, übergreifende Auswertungen sind nur so möglich.
Zusammenfassend müssen Banken in Bezug auf Nachhaltigkeit vorerst drei große Herausforderungen meistern: Überblick behalten, Maßnahmen koordinieren und Daten organisieren.

TIPP: Sie möchten mehr zu den Themen Nachhaltigkeit und Regulatorik erfahren? Dann erhalten Sie hier weitere Einblicke in die Studie über nachhaltige Transformation der LBBW Research oder erfahren Sie hier welche Rolle Nachhaltigkeit in Krisenzeiten einnimmt.

Christian Treske

crossconsulting GmbH

Christian Treske ist Senior Manger bei der crossconsulting GmbH.
Bernd Hinrichs ist Senior Experte Nachhaltigkeit bei der crossconsulting GmbH.

 

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