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Generation Z: Das erwarten junge Kunden von ihrer Bank

Viele Banken tun sich aktuell schwer, attraktiv fĂŒr die neuen Generationen zu bleiben. WĂ€hrend N26, Revolut und Co. ein massives Kundenwachstum verzeichnen, sieht das bei etablierten Banken eher anders aus. Mit diesen Mittel bleibt jede Bank attraktiv fĂŒr die Generation Z.


Generation Z
Quelle: Rawpixel via Getty Images

Nutzererwartungen haben sich im Zeitalter von Amazon & Co. verÀndert

Jeder kann heutzutage von ĂŒberall aus neue Produkte bestellen, Informationen abrufen und mit Menschen kommunizieren – ohne zeitliche EinschrĂ€nkungen. Die Entwicklung digitaler Plattformen hat insbesondere die Erwartungshaltung der neuen Generationen an die Finanzbranche massiv beeinflusst.

Etablierte Banken mĂŒssen auf Omni-Channel-Strategien setzen und moderne Banking-Apps zur VerfĂŒgung stellen, um mit der digitalen Konkurrenz rund um N26, Revolut oder Vivid Money mithalten zu können. Das Kundenerlebnis auf anderen Plattformen darf bei einem Übergang ins Banking keinen Bruch erleiden, ansonsten steigt die Retention und Banken verlieren wichtige Kunden. Generation Z wĂŒnscht sich eine schnelle, flexible und vor allem transparente Banking-Experience. Langfristig ist die junge Generation nĂ€mlich Ă€ußerst relevant, wenn es um das finanzielle Überleben geht.

Junge Menschen möchten verstanden werden. Ihre AktivitĂ€t auf Social Media sorgt zudem dafĂŒr, dass sie mehr hinterfragen und meistens auf dem neuesten Stand sind. Die junge Generation konsumiert zudem Finanz-Content auf Instagram, TikTok oder YouTube, der von Finfluencern zur VerfĂŒgung gestellt wird. Dass Finanzbildung und die Börse wesentlich attraktiver geworden ist, merkt man an den gestiegenen AktionĂ€rszahlen unter der jungen Bevölkerung bis 35-Jahre.

Die Generation Z erreicht man nicht mehr ĂŒber klassische VertriebskanĂ€le

Eine Bankfiliale ist nicht mehr notwendig, um junge Menschen fĂŒr sich zu gewinnen. Wer einmal einen Blick auf die Social Media KanĂ€le großer deutsche Banken wirft, wird nur in wenigen FĂ€llen Content entdecken, der gerade fĂŒr diese Menschen relevant und attraktiv ist. Auch etablierte Banken mĂŒssen mit dem Trend mitgehen und mehr in die Content-Creation auf TikTok oder Instagram investieren. Am besten gelingt das, indem Mitglieder der entsprechenden Zielgruppe in die Content-Teams eingebunden werden. Nur so kann authentischer Content entwickelt werden, auf den die Zielgruppe anspringt. Das fĂŒhrt zu mehr Reichweite und einer besseren Conversion.

Youtuber wie zum Beispiel Finanzfluss erreichen mittlerweile Abonnentenzahlen im Millionenbereich. Wie kann es sein, dass diese Menschen mehr Reichweite und Einfluss auf die Gesellschaft haben als Bankinstitute, die ĂŒber wesentlich mehr Budget und Mitarbeiter verfĂŒgen? Die Sparkassen verfĂŒgen nur ĂŒber einen Bruchteil der Reichweite der grĂ¶ĂŸten Finfluencer, existieren aber seit ĂŒber 100 Jahren. Steht der Vertrieb im Vordergrund, verschwindet die AttraktivitĂ€t bei der jungen Generation. Diese möchte nĂ€mlich personalisierten Content und in ihren BedĂŒrfnissen verstanden werden. Vertrauen erreichen Banken heutzutage nicht mehr ĂŒber tolle Messeauftritte oder bunte Banner am Bahnhof – sondern ĂŒber personalisierten und unterhaltsamen Content, moderne BenutzeroberflĂ€chen und eine flexible Produktgestaltung.

Banken mĂŒssen sich aus der Komfortzone trauen

Es ist komisch, plötzlich vor der Kamera zu tanzen und mit lustigen Voice-Over-Effekten fĂŒr das eigene Produkt zu werben, aber so funktioniert Social Media. Menschen folgen keinen Produkten, sie folgen Menschen, die sie sympathisch finden und denen sie vertrauen.

Banken mĂŒssen sich trauen, diesen Wandel einzugehen und die junge Generation verstĂ€rkt in den Vertriebsprozess einzubinden. Social Media KanĂ€le sollten von der Generation vertreten werden, die angesprochen werden soll. In diesen Wandel muss investiert werden, wenn ein nachhaltiger GeschĂ€ftserfolg gesichert werden soll. Auch bei der Produktentwicklung mĂŒssen sich Banken an modernen Apps orientieren, die von der Generation Z am hĂ€ufigsten genutzt werden.

Banken können viele weitere Maßnahmen ergreifen, um attraktiv fĂŒr die Generation Y zu sein. Wir haben ein paar fĂŒr euch zusammengefasst:

Digital Experience: Banken sollten eine benutzerfreundliche und leicht zugĂ€ngliche digitale Plattform bereitstellen, die es den Kunden ermöglicht, Finanztransaktionen jederzeit und von ĂŒberall aus durchzufĂŒhren.

Personalisierte Finanzlösungen: Sie sollten personalisierte Finanzlösungen und -empfehlungen anbieten, die auf die individuellen BedĂŒrfnisse und Ziele der Kunden abgestimmt sind.

Nachhaltigkeit: Die Generation Y legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung. Banken können sich hierbei als nachhaltige und sozial verantwortliche Finanzinstitute positionieren.

Technologie: Banken sollten moderne und fortschrittliche Technologie einsetzen, um den Kunden eine schnelle, effiziente und sichere Erfahrung zu bieten.

Bildung und Empowerment: Banken können Bildungsressourcen und modernen Finanz-Content bereitstellen, die es den Kunden ermöglichen, ihre Finanzen zu verwalten und ihre finanziellen Ziele zu erreichen. Digitale Lernplattformen/ ein Podcast oder/und Social-KanĂ€le eignen sich dafĂŒr.

Community-Building: Über ihre Social Media KanĂ€le können Banken eine Community aufbauen, die sich untereinander motiviert und austauscht.