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Fintechs bieten praktische Features für Kleinunternehmen

Ein-Personen-Unternehmen und kleinere Betriebe werden von klassischen Bankinstituten oft mit Standard-Lösungen versorgt. Neue Player hingegen kennen die Bedürfnisse der Entrepreneure aus eigener Erfahrung. Davon profitieren Kleinunternehmen.

Von Patrick Flick - 24. März 2022
Fintechs Start-ups bieten praktische Features für Kleinunternehmen

Foto: www.pixabay.com/TheDigitalWay

Kleinunternehmer sehen in der Corona-Pandemie nicht nur das halbleere, sondern auch das halbvolle Glas.  

Laut einer Studie von CFIN, bei der 300 Kleinunternehmer zum Thema „Kleinunternehmen in der Krise“ befragt wurden, wird die Corona-Pandemie als aktuell größte Herausforderung wahrgenommen. Gleichzeitig birgt sie aber auch große Chancen bei den Themen Innovation und Digitalisierung.  

So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Unternehmen in dieser schwierigen Zeit auch mit neuen Finanzlösungen befasst haben. Vor allem die jüngere Unternehmergeneration möchte künftig verstärkt digitale Tools für Buchhaltung und Finanzplanung einsetzen. Jeder zweite Unternehmer ist bereit, dafür auch entsprechende Investitionen zu tätigen.  

Für Start-ups, die neu auf den Markt drängen, ist der Einsatz der digitalen Lösungen der Fintechs ohnehin selbstverständlich, doch auch in den traditionsreichen Betrieben werden digitale Lösungen zunehmend zum Standard.  

Immer mehr Fintechs bringen neue Lösungen auf den Markt 

In der jüngeren Vergangenheit sind zahlreiche Fintechs gegründet worden, die innovative Lösungen auf den Markt bringen.  

Die Fintechs bieten in den meisten Fällen keine Allgemeinlösungen, sondern versuchen, bestimmte Nischen gezielt zu bedienen. So bietet beispielsweise das Münchner Startup HAWK:AI eine Software an, die Verdachtsfälle von Finanzkriminalität automatisch erkennen kann. Das Berliner Fintech re:cap ist laut eigenen Auskünften die digitale Marktplatzlösung zur Finanzierung von Unternehmen, die über regelmäßige und wiederkehrende Einkommensströme verfügen. Und mit Trustlog lassen sich etwa Bürgschaften sicher, einfach und digital managen.   

Auch Vivid Money ist für Kleinunternehmer interessant. Denn die 2019 gegründete Berliner Neobank bietet ein Tool an, das den Steuererklärungsprozess wesentlich vereinfachen soll. Anfang 2022 hat Vivid Money eine Investitionsrunde in Höhe von 100 Millionen Euro abgeschlossen.

Unternehmen wie SumUp, Nuri und Holvi zählen hingegen mittlerweile zu den renommierteren Playern am Markt.

Fintechs
Mehr als ein Smartphone und eine Kreditkarte ist heutzutage für Bankgeschäfte nicht mehr erforderlich. Bildquelle: Pixabay.com/Firmbee CCO Public Domain

Für private Kunden gibt es eine breite Auswahl an kostenlosen Girokonten. Doch im geschäftlichen Bereich waren Banken damit bisher zurückhaltend. Beim Fintech SumUp können Unternehmen ein Geschäftskonto eröffnen. Das Unternehmen verspricht, dass es dabei zu keinen monatlichen Belastungen oder versteckten Kosten kommt. Eine Mindesteinzahlung ist dafür nicht erforderlich. Dreimal monatlich kann kostenlos Geld abgehoben werden, danach wird eine Abhebungsgebühr von zwei Prozent in Rechnung gestellt.  

Laut SumUp ist es bei ihnen möglich, innerhalb von zehn Minuten ein Geschäftskonto zu eröffnen. Die IBAN steht daraufhin sofort zur Verfügung und es kann unmittelbar mit den Einzahlungen und Transaktionen gestartet werden.  

Das Fintech wurde 2012 gegründet und gilt als eines der führenden Unternehmen für mobile Point-of-Sale-Lösungen in Europa. Es ist keine Bank im herkömmlichen Sinne, sondern ein von der irischen Zentralbank zugelassenes und reguliertes E-Geld-Institut.  

Freelancer im Visier

Die Neobank Holvi wurde im Jahr 2011 gegründet und 2016 von der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) übernommen. Sie verfügt über eine finnische Banklizenz und hat aktuell drei Standorte in Berlin, Madrid und Helsinki. Von dort aus werden über 200.000 Selbstständige betreut.  

Im Gegensatz zu SumUp bietet das Unternehmen zwei kostenpflichte Firmenkontenmodelle an. Davon angesprochen fühlen sollen sich vor allem Freiberufler und Freelancer.  

Ziel der Bank sei es, den “Papierkram” der Unternehmer so gering wie möglich zu halten. Das Geschäftskonto dient als Ankerpunkt, in dem alle Unternehmensprozesse zusammenlaufen. So können dort unter anderem die Rechnungen online geschrieben, die Ausgaben verwaltet,die Belege für die Steuer gespeichert und mit der Buchhaltung synchronisiert werden.  

Das zentrale Element bietet dabei die Holvi Business Debit Mastercard. Die Karte ist direkt mit dem Geschäftskonto verbunden. Alle Zahlungen, die damit getätigt werden, gehen direkt von dort ab. Im Lite-Paket ist eine Karte im Grundtarif inklusive, für jede zusätzliche Karte stellt Holvi drei Euro pro Monat in Rechnung.  

Girokonto mit Zugang zu Kryptowährungen 

Nuri ist offiziell erst seit 2021 am Markt. Die Anfänge der Neobank reichen aber ins Jahr 2013 zurück, als Jan Goslicki, Benjamin Jones und Jörg von Minckwitz vom Potenzial der Kryptowährung Bitcoin überzeugt waren und ein Krypto-Consulting-Unternehmen gründeten. Aus ihrem Unternehmen wurde 2015 Bitwala , mit dem es möglich war, kryptobasiert Geld in 22 Länder zu überweisen. 2018 entstand dann das erste Krypto-Bankkonto der Welt.  

Nuri ist die logische Weiterentwicklung davon: Denn es handelt sich dabei um ein Girokonto mit deutscher IBAN. Dieses hat nicht nur alle herkömmlichen Features eines Kontos, sondern bietet darüber hinaus rund um die Uhr Zugang zu Kryptowährungen.  

So ist es möglich, einen monatlichen Sparplan für Bitcoin und Ether anzulegen. Die Höhe des Betrages kann dabei jederzeit beliebig angepasst werden. Der regelmäßige Ankauf kann hohe Preisschwankungen im Krypto-Bereich ausgleichen und mittelfristig das beste Ergebnis bieten.  

Mit der zum Konto zugehörigen Visa Debitkarte ist es darüber hinaus möglich, unbegrenzt kostenlos an Automaten abzuheben. Die Kontoführung bei Nuri ist kostenlos, für den Krypto-Handel wird allerdings eine Transaktionsgebühr von einem Prozent verrechnet.  

Zahlreiche Fintechs beweisen, dass man es mit einem spezifischen Ansatz weit bringen kann.  Und zeigen Banken, dass es sich lohnt, über  die Standard-Lösungen hinaus zu denken. 

TIPP: Sie möchten mehr zu Fintechs lesen? Dann lesen Sie hier mehr zu Fintechs in Afrika oder erfahren Sie, wieso Fintechs und Banken keine getrennten Welten mehr sind.

Patrick Flick

Student B.Sc. Finance & Management, und in seiner Freizeit begeisterter Blogger. Sein Interesse an Themen rund um ETFs und Fintech hat Patrick dazu bewegt, sich seit 2016 an mehreren Finanzblogs und Podcasts aktiv zu beteiligen. 

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