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HEADLINES ONLY: Die „Corona-Geschichte“ in der Finanzbranche – von oben

Im Dezember 2019 wurden erste Fälle eines „neuartigen Virus“ in China bekannt. Seitdem hat COVID-19 auch die Wirtschaftswelt fest im Griff. Die Finanzbranche ist weltweit betroffen. Wie sich diese „Geschichte“ liest, haben wir an den Headlines einiger Pressemitteilungen nachvollzogen, die die BANKINGNEWS-Redaktion erreicht haben.

Von Thomas Friedenberger - 04. August 2020
Headlines Only, die Corona-Geschichte in der Finanzbranche - von oben

Foto: istock.com/aelitta

NACH DEM SHUTDOWN: FÜNF WICHTIGE DINGE, DIE UNTERNEHMEN JETZT TUN SOLLTEN. Keine Schockstarre aufkommen lassen, sondern reagieren. Am besten schnell und effizient. Das war in den ersten Wochen nach dem Ausbruch des Corona-Virus das Wichtigste, damit Unternehmen nicht in Schieflage gerieten. Der Shutdown der Wirtschaft versetzte viele in große Unruhe. Da konnten „Fünf wichtige Dinge, die Unternehmen jetzt tun sollten“ zumindest beruhigen und ein bisschen helfen.

ARBEITSSCHUTZ IN ZEITEN VON CORONA. Das nächste wichtige Thema: Arbeitsschutz. Viele machten sich auf ins Homeoffice. Bei den meisten Banken und Versicherungen klappte dies besser als gedacht. Auch für viele Angestellte war das Homeoffice eine Überraschung. Für den, der Zuhause genug Platz hatte, waren Videokonferenzen mit wackligen Bildern am Morgen nicht das schlimmste Übel. Selbst wenn manchmal Kinder oder Katzen zur Erheiterung aller Teilnehmer durchs Bild hüpften. Arbeitsschutzregeln jedenfalls gelten auch im Homeoffice.

AUS DER EXTREMSITUATION LERNEN – DIGITAL UND SICHER IN ZEITEN VON CORONA. Hauptsache digital. Denn den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Meter kann man am besten digital einhalten. Nicht wenige haben das Abstandhalten zwar als vernünftig angesehen, aber auch als „Extremsituation“ empfunden: keine Umarmung, kein Küsschen zur Begrüßung, kein gar nichts. „Sicher in Zeiten von Corona“ war und ist die Hauptsache.

VERTRIEB IN DER CORONA-KRISE – DIGITAL AM BALL BLEIBEN. Shutdown, Lockdown, Allesdown – irgendwann aber musste das Leben ja weitergehen. Auch für Unternehmen der Finanzbranche hieß es: „Digital am Ball bleiben“. Wie umgehen mit dem Thema „Vertrieb in der Corona-Krise“? Viele Banken und Versicherungen haben es dank des Engagements ihrer Mitarbeiter geschafft, ein funktionierendes Gesamtunternehmen aufrechtzuhalten. Man denke nur an die Corona-Hilfen der Regierung, die über die KfW und die Hausbanken zügig ausgezahlt wurden.

GESAMTBANKSTEUERUNG: DIE ROLLE ROBUSTER KERNPROZESSE MIT ADVANCED ANALYTICS UND KI IN KRISENZEITEN. Kann Künstliche Intelligenz in Krisenzeiten helfen? Ja, sagt diese Mitteilung. Und „Ja“ sagen auch die vielfältigen Erfahrungen, die Finanzunternehmen bereits mit „Advanced Analytics und KI“ gemacht haben. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kooperation zwischen Mensch und Maschine“, sagt Dr. Marie-Luise Sessler, Gründerin & Co-Leiterin des „innovationLab“ der Frankfurter Sparkasse in ihren Beitrag Welche Fragen KI an uns stellt“ in der BANKINGNEWS-Ausgabe 276. Sie sagt aber auch: „KI hat durchaus ihre Grenzen.“ Wie „robust“ das Ganze ist, muss sich noch zeigen.

KRISE MACHT ERFINDERISCH – CORONA-VIRUS ALS ANSPORN FÜR TÜFTLER? Jetzt waren Fintech-Gründer und Experten aus den Innovation Labs der Banken besonders gefragt. Hatten Sie Ideen in der Schublade (oder eher im Laptop), die helfen konnten, die Krise besser zu überstehen? Und brauchen Fintech-Gründer überhaupt das „Corona-Virus als Ansporn“, um „erfinderisch“ zu sein? Die Antworten von Gründern und Geschäftsführern der Fintech-Start-ups in der „Fintech-World“ in jeder BANKINGNEWS-Ausgabe und komplett auf bankingclub.de zeigen, dass sie eher vom berühmten „Gründer-“ als vom Corona-Virus angesteckt sind.

ECHTZEITÜBERWEISUNG AUCH IN DER CORONA-KRISE. Praktisch alle „normalen“ Dienstleistungen und auch zusätzliche, etwa in Form der vielen Kreditanträge zu den Corona-Hilfen der Regierung, haben die Banken in Deutschland trotz Krise auf breiter Front angeboten und professionell für ihre Kunden abgewickelt. Die meisten Mitarbeiter von Banken und Versicherungen haben geschickt improvisiert und flexibel reagiert. „Ich glaube, dass Menschen im Homeoffice produktiver sind, als wenn sie sich stationär zusammenfinden in der normalen Sachbearbeitung“, sagt Gottfried Rüßmann, Vorstandsvorsitzender der DEVK Versicherungen, im BANKINGNEWS-Interview. Eine klare Position, die Rüßmann hier zeigt. Und längst nicht jeder in der Finanzbranche ist schon so weit. Denn Rüßmann sagt auch: „Das ist aber nicht durchgängige Meinung in der Führungsmannschaft“.

GOLD-LIEFERENGPÄSSE WEGEN CORONA? In der Mitteilung heißt es weiter: „Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Goldbranche aus.“ Kein Sektor der Finanzbranche blieb in der Corona-Krise unberührt. Manche wären froh gewesen, hätten wir einzig das Problem mit „Gold-Lieferengpässe“ gehabt. Viele waren und sind existenziell betroffen. Aber wenn Prägestätten schließen und Gold-Lieferketten unterbrochen wurden, hat das natürlich Auswirkungen auf den Finanzsektor. Wir wissen, dass der Goldpreis rein psychologisch ist. Und Goethe – wer sonst? – wusste es ja immer schon: „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen“.

E&G FUNDS & ASSET MANAGEMENT UNTERSTÜTZT PFLEGEHEIME MIT SCHUTZMASKEN. Viele Unternehmen unterstützten und unterstützen mit vielen Maßnahmen Institutionen, die von Corona besonders betroffen waren. Dazu zählten Pflegeheime, wurden doch die meisten Bewohner als Risikopatienten eingestuft. Zu Beginn der Krise, man kann es sich in einem Land wie Deutschland kaum vorstellen, fehlten Schutzmasken und Desinfektionsmittel in großer Zahl. Zum Glück wurde relativ schnell reagiert und viele Firmen boten Unterstützung an. Auch davon erzählen einige der Pressemitteilungen, von denen wir hier eine stellvertretend ausgesucht haben.

THE SHOW MUST GO ON: VIER BETRIEBSBEZOGENE ERKENNTNISSE ÜBER DIE CORONA-VIRUS-PANDEMIE. Auf Kölsch sagt man: Et Levve geiht wigger. Aber viele fragten, als das Virus auftauchte zuerst einmal: Wie soll dat nur wigger jon? Die Antwort, die manche gaben, war zwar relativ unumstößlich, machte aber nicht alle zufrieden: Et jeit immer wigger. Am besten auf die ganze Situation mit Corona passt wohl Artikel 5 des Kölschen Grundgesetzes (KG): Et bliev nix wie et wor. Und die beste gemeinsame Übersetzung aller Kölsch-Sprüche lautet wohl: The Show Must Go On. Ansonsten würden wir im Zusammenhang mit dem Corona-Virus auf Erfüllung von KG-Artikel 4 warten (auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist): Wat fott es, es fott. Das wäre das Beste. Und was die Zukunft ansonsten bringen kann steht in Covid19: 19 (+1) Dinge, die nach der Corona-Krise auf Menschen zukommen, die in der Finanzbranche arbeiten“.

Von Thomas Friedenberger

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