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Deutschland in der großen „Home-Office-Testphase“

Wenn alle Banker von Zuhause aus arbeiten: Wie soll das gehen? Schließlich sind sensible Daten und regulatorische Auflagen im Spiel. Wir haben einige wichtige Aspekte zusammengetragen, damit Bankarbeit aus dem Home-Office gelingt.

Von Laura Kracht - 04. Mai 2020
Flexibles Arbeiten ist gerade bei der aktuellen Krise notwendig.

Foto: iStock.com/grivina

Seit das Coronavirus viele Arbeitnehmer vermehrt ans Haus bindet, dürfte klar sein: Es braucht flexiblere Arbeitsmodelle. Auch in der Finanzbranche. Kein Stau, keine Verspätung bei der Bahn = mehr Zeit und weniger Stress. Vorteile hat flexibles Arbeiten allemal – auch für den Arbeitgeber. Stefanie von Carlsburg von der Haspa sagt: „Die Hamburger Sparkasse unterstützt mobiles Arbeiten außerhalb des regulären Arbeitsplatzes. Die räumliche und zeitliche Flexibilisierung der Arbeit führt zu einer höheren Attraktivität der Haspa als Arbeitgeber und fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Auch Frauke van Bevern, Bereichsleiterin Marke und Kommunikation bei der Berliner Volksbank, betont die positiven Aspekte des Home-Office für beide Seiten: „Die aktuelle Situation zeigt, wie wertvoll es sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer ist, in die mobile Arbeitsfähigkeit zu investieren. Durch die örtliche Flexibilität kann auch in den Räumen von Kunden beraten werden. Das ist vor allem bei Firmenkunden sehr hilfreich.“

Technik-Tücken im Home-Office umgehen

Doch besonders für Mitarbeiter von Banken kann Home-Office zur Herausforderung werden. Sensible Daten müssen geschützt und die Regulatorik beachtet werden. Von Versicherungs- und Arbeitsschutz soll hier gar nicht mal groß die Rede sein. Daher sagt Norbert Minwegen von der Sparkasse KölnBonn: „Wir haben kein Home-Office im klassischen Sinne, sondern nutzen seit vielen Jahren das mobile Arbeiten von allen Orten dieser Welt. Dabei ist der genaue Ort den Mitarbeitenden überlassen. Mobiles Arbeiten heißt bei uns, dass wir uns mit einer getunnelten Sicherheitsverbindung aufschalten und unseren eigenen Arbeitsplatz spiegeln.”

Andernorts in der Finanzbranche rächen sich jetzt aufgeschobene Aktivitäten zur Digitalisierung im Unternehmen. Denn natürlich kann Technik zur Achillesferse werden, wenn sie nicht up to date ist. Für funktionierende technische Voraussetzungen muss der Arbeitgeber sorgen.

Dazu gehört erstens das Bereitstellen der Geräte und Programme. Zweitens aber auch der richtige Umgang des jeweiligen Mitarbeiters damit. „Mobiles Arbeiten ist aus unserer Sicht State of the Art. Aus diesem Grund möchten wir die mobile Arbeitsfähigkeit durch entsprechende digitale Mittel erleichtern. Um gut mit diesen Mitteln arbeiten zu können, müssen sich Mitarbeiter oft neue Fähigkeiten und Kompetenzen aneignen“, sagt Frauke van Bevern. Hier biete die Berliner Volksbank Unterstützung an. Das tut sie mit verschiedenen Lernmöglichkeiten, verständlichen Anleitungen und direkten Ansprechpartnern an.

Auf beiden Seiten klar kommunizieren

Wichtig beim Thema Technik ist auch, dass Mitarbeiter über mögliche Sicherheitsrisiken und den richtigen Umgang mit Daten informiert sind. Deshalb hat man in der Berliner Volksbank entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet: „Die Sicherheit der Daten unserer Kunden und Mitarbeiter hat für uns höchste Priorität. Sie darf nicht durch mobiles Arbeiten eingeschränkt werden. Neben technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen sind unsere Mitarbeiter für einen sensitiven Umgang mit solchen Daten sensibilisiert.“

Fallstricke rund ums Home-Office lassen sich dadurch lösen, dass klare Vereinbarungen getroffen werden. Robert Szwedo, Bereichsleiter Human Resources bei der KfW Bankengruppe, sagt: „Es wurde die Erfahrung gemacht, dass ein Unternehmen einen Rahmen zum mobilen Arbeiten schaffen sollte, indem für alle Beteiligten klare Regelungen und Herangehensweisen definiert werden.“ Die KfW hat daher ein internes Projektteam beauftragt, eine Leitlinie zum Umgang mit mobilem Arbeiten im Unternehmen zu entwickeln.

Auch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) empfiehlt in der Broschüre „Digitale Vereinbarkeit: Home-Office und mobiles Arbeiten – eine Toolbox für Unternehmen und Beschäftigte mit Familienaufgaben”, einen Verhaltenskodex auszuarbeiten, in dem etwa Erreichbarkeiten, erwartete Antwortzeiten und Informationsaustausch festgelegt sind. Nur so wissen alle, was Sache ist. Klassischen Risiken des Home-Office wie eine mögliche Überlastung des Mitarbeiters durch ständige Erreichbarkeit oder dem Gefühl des Ausgeschlossenseins aus der internen Kommunikation kann so entgegengewirkt werden.

Aber auch der Arbeitnehmer selbst muss für die richtigen Bedingungen sorgen. Dazu gehört vor allem eine professionelle Arbeitseinstellung. Ebenso wichtig sind das Einhalten der Arbeits- und Pausenzeiten und das Vermeiden von Ablenkung. Dabei kann es helfen, wenn man sich einen festen Arbeitsplatz einrichtet und den Schreibtisch relativ aufgeräumt hält. Auch das Tragen von „arbeitsgerechter“ Kleidung kann zur richtigen Arbeitseinstellung beitragen.

Und wie immer gilt auch hier: Eine offene Kommunikation bei Problemen und Fragen ist für das produktive Arbeiten im Home-Office unabdingbar.

Das Beste daraus machen

Natürlich empfiehlt nicht nur das Familienministerium im Idealfall ein langsames Heranführen der Mitarbeiter ans Home-Office mit Schulungen, Coachings und der nötigen Zeit, rechtlich und technisch alle Grundlagen zu schaffen.

In der Corona-Krise handelt es sich bei vielen Banken und Versicherungen eher um ein „erzwungenes“ Home-Office handelt. Es konnte also nicht behutsam geplant werden. Trotzdem sollte man nicht alles negativ sehen. Jetzt heißt es die Situation so gut wie möglich zu akzeptieren und für Führungskräfte, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen.

„Eine testphasenartige Implementierung kann auch dabei helfen, eventuelle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu adressieren“, heißt es in der BMFSFJ-Toolbox. Vielleicht sollten Banken die derzeitige Lage auch als eine solche Testphase sehen. So sind sie dann auch für die Zukunft besser gerüstet und die in Deutschland immer noch stark ausgeprägte Präsenzkultur weicht vielleicht endlich einer echten Ergebniskultur.

Tipp: Sie möchten mehr zum flexiblen Arbeiten lesen? Dann erfahren Sie hier, ob das Arbeiten von Zuhause ein Erfolgsmodell ist und ob flexible Arbeit in der Finanzbranche Karriereturbo oder Karrierebremse ist.

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