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„Es ist höchste Eisenbahn!“

Von Christian Grosshardt - 28. April 2015

Die Komplexität in der gesamten Banksteuerung hat sich über die letzten Jahre unglaublich und permanent erhöht. Viele Banken sehen sich hier deswegen zurecht vor einer großen Herausforderung gestellt. Aber das heißt nicht, dass sie diesen hilflos ausgesetzt sind.
BANKINGNEWS sprach zu diesem Thema mit Frank Hofele, Partner bei BearingPoint.

Die Komplexität hat sich erhöht, das betonen Sie immer wieder. Was meinen Sie damit genau?

Die Komplexität in der gesamten Banksteuerung hat sich über die letzten Jahre unglaublich erhöht. Das umfasst einerseits das Meldewesen aber auch das Risiko-controlling, Finanzcontrolling und Accounting. Zudem hat sich das Marktumfeld der Banken in den letzten Jahren enorm verändert – die Digitalisierung wurde ein wesentlicher Treiber für Veränderungen aber auch die Konkurrenz wie. z.B. durch Spezialinstitute wie Automobilbanken oder alternative Finanzierungsformen spüren die Banken. In der Summe sind es die vielen unterschiedlichen Herausforderungen, die Banken in den letzten Jahren begleiteten und begleiten werden. Meiner Meinung nach werden auch in den nächsten Jahren die Herausforderungen eher weiter zunehmen als abnehmen.
Oftmals haben die Finanzinstitute nicht die Zeit und oder nicht die finanziellen Mittel, um sich langfristig – bezogen auf die jeweiligen Herausforderungen – optimal aufzustellen. Viele Lösungen werden unter Zeitdruck generiert und haben keine oder nur eine begrenzte Nachhaltigkeit oder sie sind nur mit hohem Aufwand aufrecht zu erhalten. Das Ergebnis sind oft unnötige Kosten, zusätzliche Komplexitäten und Risiken.

Was müssen Banken hier machen?

Wichtig sind strukturierte und transparente Pläne, erprobte Vorgehensweisen und Methoden zur Weiterentwicklung des Finanzinstituts.
Viele Banken in Europa haben hier Herausforderungen zu meistern, um langfristig nicht nur Kosten und Erträge, sondern auch die regulatorische Veränderungen in Balance zu bringen.
Banken müssen gut überlegen, wie sie die IT-Landschaft integrieren. Wegen der ständigen Änderung von regulatorischen Anforderungen sind die bestehenden Systeme schnell veraltet und können die neuen Bestimmungen nur schwerlich bewerkstelligen. Demzufolge müssen moderne IT-Systeme auf Nachhaltigkeit getrimmt sein. Konkret bedeutet das, die Zukunftsfähigkeit mit all ihrer Dynamik im Auge zu behalten.

Können Sie hier Beispiele nennen?

Wir haben im letzten Jahr 156 führende europäische Banken genauer analysiert. Dabei konnten wir zehn wichtige Erkenntnisse erzielen. Als Beispiel nenne ich die sinkende Bilanzsumme bei gleichbleibenden oder erhöhten Kosten, die neuen regulatorischen Anforderungen für die nächsten Jahre, die die Situation noch weiter verschärfen werden, die Verringerung um 4,2 % bei der Net Fee and Commission Income im Zeitraum von 2010 bis 2013 oder die Erhöhung der General and Administrative Costs (Erhöhung von 9.5% bei mittelständischen und 5% bei großen Banken). Ich könnte noch wesentlich mehr nennen. Worauf ich aber hinaus will: Die Veränderungen des Bankensektors werden in den nächsten Jahren unausweichlich. Wenn Banken es nicht schaffen, den neuen Anforderungen gerecht zu werden, werden sie entweder potenzielle Kandidaten für Übernahmen oder könnten rasch an Marktanteilen verlieren. Salopp formuliert: Es ist höchste Eisenbahn.

Wie sorgen Sie dafür, auch im Interesse Ihrer Kunden, dass Sie auf dem neuesten Stand bleiben?

Wir bieten unseren Kunden individualisierte sogenannte „Fahrpläne“ an, an denen sie sich  z.B. hinsichtlich zukünftiger regulatorischer Herausforderungen oder auch notwendiger IT-Veränderungen orientieren können. Die Komplexität besteht hier darin, dass viele Themen hohe fachliche, technische aber auch zeitliche Abhängigkeiten zueinander haben. Diese müssen fortlaufen validiert und justiert werden.

Raten Sie, den Fokus der Steuerungselemente auf die regulatorischen Kennzahlen zu beschränken?

Wichtig ist es, dass die regulatorischen Kennzahlen in die gesamtheitliche Banksteuerung integriert werden. Es sollten die bisherigen, internen Steuerungselemente mit den neuen regulatorischen Anforderungen harmonisiert werden und zu einem erweiterten Steuerungsprinzip der Bank führen. Die Integration ermöglicht es dann, dass die entstehenden Abhängigkeiten transparent werden und somit operative und strategische Entscheidungen unter einem gesamtheitlichen Bild erfolgen.

Welche Rolle spielt die IT-Landschaft?

Eine zukunftsfähige IT-Architektur benötigt eine ganzheitliche Betrachtung. Bei vielen älteren IT-Systemen steht man meiner Meinung nach vor großen Herausforderungen, die jeweiligen regulatorischen Anforderungen darin umzusetzen. Die Kosten sind dort oftmals um ein vielfaches höher und entstehende Risiken sind schwer kalkulierbar. Wie bereits genannt, wurden die IT-Landschaften aufgrund des kurzfristigen notwendigen Bedarfs oftmals nur an den absolut notwendigen Stellen aufgrund von Kosten, verfügbarer Ressourcen und weiteren zeitlichen Restriktionen erweitert oder verändert. Eine strategische Weiterentwicklung der IT-Architektur auf Basis der Notwendigkeiten der Banksteuerung erfolgte bei nur wenigen Finanzinstituten.
Um zusätzliche Risiken und Kosten bei der Banksteuerung und der Meldung regulatorischer Daten zu reduzieren, ist eine transparente IT-Architektur notwendig, die einerseits die notwendigen bereichsübergreifenden fachlichen und technischen Anforderungen abdeckt, aber auch ausbaufähig ist und einen hohen Automatisierungsgrad vorweist.
Generell gilt, dass für das jeweilige Institut ein spezifischer Lösungsansatz gefunden werden muss. Aufgrund unserer Erfahrung findet man für jeden Kunden aber wertvolle und umsetzbare Lösungsmöglichkeiten, um langfristig nicht nur Kosten und Erträge, sondern auch die regulatorische Veränderungen in Balance zu bringen.

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