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Die „Amazonisierung“ der Bankenbranche

Von Thomas Friedenberger - 19. Mai 2020
Neue Technologien erleichtern nicht nur den Alltag, sondern führen auch zu veränderten Wünschen und Bedürfnissen, sagte Dr. Michael Luhnen, Managing Director von PayPal Deutschland, Österreich, Schweiz im Interview. Ist das Thema Technologie und Banken ein Trauerspiel?

Ist es ein Trauerspiel, das Thema „Technologie und Banken“? PayPal-Deutschland-Chef Michael Luhnen hat im Interview mit der BANKINGNEWS (Ausgabe 277) das Thema mal klar auf den Punkt gebracht: „Neue Technologien erleichtern nicht nur den Alltag, sondern führen auch zu veränderten Wünschen und Bedürfnissen“. Immerhin, der PayPal-Deutschland-Chef glaubt wenigstens (daran), dass neue Technologien den Alltag erleichtern (sollten).

Wir wollen hier mal nicht gleich von den Ausfällen beim Online-Banking in deutschen Banken im letzten Jahr reden (da kamen insgesamt einige böse Tage zusammen). Aber, liebe Banken, neue Technologien führen auch zu veränderten Wünschen und Bedürfnissen – und nicht allein zum Wunsch, dass sie hundertprozentig funktionieren.

O-Ton Michael Luhnen: „Auch beim Zahlungsverkehr entsteht der Wunsch nach deutlich mehr Komfort. Bezahlen soll natürlich nach wie vor sicher sein, aber eben auch einfach und bequem. Für Anbieter ergibt sich daraus die Herausforderung, kundenzentriert zu denken – und das nicht nur bei der Produktentwicklung, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“

Der Mann hat gut reden und er weiß anscheinend auch gut, wovon er redet. Zahlungsvorgänge mit PayPal gelten als sicher, aber eben auch als „einfach und bequem“. Wer sich die deutsche Bankenlandschaft anschaut, findet je nach Bankengruppe schnell verschiedene eigene Systeme mit, nun ja, unterschiedlichen Komfortbedingungen für den Kunden (und manchmal sind noch nicht einmal die einheitlich).

Warum es also Apple Pay, Google Pay, Amazon Pay, PayPal, Facebook und andere internationale Konzerne und Tech-Riesen gibt, die ins Reich der Banken eindringen, dürfte auch dem letzten Beobachter klar geworden sein: Hier ist was zu holen. Und was? Im Einzelnen sicher auch Transaktionsgebühren, aber hauptsächlich vor allem Daten. Und aus diesen Daten lassen sich wieder neue Geschäfte machen – unter der Voraussetzung, man verfügt über ein datenbasiertes Geschäftsmodell. Was Banking ja übrigens ist.

Lassen wir noch einmal Michael Luhnen zu Wort kommen: „Kern und Ausgangspunkt sollte das Denken vom Kunden her sein: Welches Problem hat der Kunde? Welches Problem kann ich für meinen Kunden lösen? Die Antworten auf diese Fragen helfen Unternehmen dabei, Lösungen zu schaffen, die echten Mehrwert und ein überzeugendes Nutzererlebnis bieten.“

Damit wäre eigentlich alles gesagt. Aber nochmal auf den Punkt gebracht – es gibt drei Dinge, die existenziell sind für Banken: Kunde, Kunde, Kunde.  Manche Experten nennen dieses Prinzip der Einfachheit halber „Amazonisierung“, damit jeder gleich versteht, was gemeint ist. Wer das verstanden hat, wird auch in Zukunft national und international Geldgeschäfte machen können – und damit Geld verdienen.

Von Thomas Friedenberger

Daily-Highlights: Sie möchten mehr von unseren Dailys? Dann lesen Sie hier mehr über die Gründung der Landwirtschaftlichen Rentenbank oder erfahren Sie, wer uns mit Geld versorgt.

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