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„Früher war alles besser – oder?“

Das Quartier 110 in Berlin Mitte verbindet Vergangenheit und Zukunft und beherbergt unter anderem das „Quartier Zukunft“ der Deutschen Bank. Aus diesem Grund stellte es die perfekte Location für unser Event „Digitale Transformation“ dar. Denn die Kernfrage dieser Veranstaltungsreihe ist, wie traditionsreiche Kreditinstitute den Weg in eine erfolgreiche Zukunft gehen können.

Von Philipp Scherber - 27. Juli 2018

Digitale Transformation entsteht aus einem Dialog zwischen gestern und heute. Das nahmen sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Herzen. Beim ausgiebigen Networking entstanden neue Kontakte und zahlreiche wichtige Impulse.

Wenn Menschen das Gefühl haben, mit technologischen oder gesellschaftlichen Entwicklungen nicht mehr mithalten zu können, konstatieren sie nicht selten, dass früher irgendwie alles besser war. Denselben Eindruck gewinnt man beim Blick auf den digitalen Entwicklungsstand einiger Banken. Christian Brüseke von Avoka machte in seinem Vortrag deutlich, dass sich die Führungsetagen der Banken auf das veränderte Nutzerverhalten einstellen müssen, ganz gleich, ob sie persönlich der „Smartphonisierung“ unseres Alltags kritisch gegenüberstehen. Denn aufhalten lässt sich dieser Trend nicht. Vorbilder finden sich in anderen Branchen. Brüseke legte den anwesenden Bankern ans Herz, von den Geschäftsmodellen und Strategien erfolgreicher Unternehmen wie Amazon zu lernen. Seine Kernaussage lautete: „One size does not fit all.“

Wie sich ein altehrwürdiges Bankhaus wie M.M.Warburg auf die digitale Zukunft vorbereitet, präsentierte Robin Kiera, Head of Product bei W&Z FinTech, einer Tochterfirma der Hamburger Privatbank. Das junge Unternehmen entwickelte eine Vermögens-App, welche die Kunden als digitales Family Office nutzen können (Lesen Sie auch das Interview auf Seite 4 im Special).

„Papa, da will ich nie wieder hin“

Wie man junge Kunden nicht begeistern kann, berichtete Axel Wetten von Quadient. Gemeinsam mit seinem 18-jährigen Sohn folgte er der Einladung seiner Hausbank. Die Beraterin zeigte sich zwar bemüht, doch spätestens als sie dem Teenager die Banking-App anhand einer gedruckten Broschüre erklärte, entschied dieser, dass er sich nach einer neuen Bank umschauen wird, welche seine digitalen Bedürfnisse besser bedienen kann.

Seit der ersten Auflage der Veranstaltungsreihe laden wir Fintech-Start-ups ein, ihre Überzeugungen und Ideen in die Diskussion einzubringen. Sara Amini, Mitarbeiterin bei FinCompare, appellierte an Banken und Fintechs „die Digitalisierung weiblicher zu denken“. Amini ist Mitglied der Fintech Ladies, welche sich zum Ziel gesetzt haben, Vorurteile ab-, Netzwerke aufzubauen und Frauen in der Finanzbranche zu fördern. Eine Zahl verdeutlicht die Relevanz dieses Bestrebens: Der Anteil von Frauen in Managementpositionen liegt bei deutschen Fintechs heute bei mageren vier Prozent.

Daten, Daten, Daten – Arne Horn gründete das Fintech b1.ai, um Bankberatern dabei zu helfen, die Bedürfnisse der Kunden zu identifizieren. Dazu analysiert ein Algorithmus verschiedene Datenquellen, wie etwa die Zahlungsströme des Kontos. Er wies auf den elementaren Unterschied zwischen Banken und Technologieunternehmen hin. Letztere „denken in Daten“. Und diese sind seiner Auffassung nach die Grundlage für alle zukünftigen Geschäftsmodelle und Strategien.

„Wie funktioniert eigentlich ein Start-up?“ Diese Frage versuchte Phil Lojacono zu beantworten, indem er den Gründungsprozess von Advanon für das Publikum nachzeichnete. Er lernte seine Mitgründer kennen, als er bei Google angestellt war. Was folgte, war eine Reise mit guten Ideen, ambitionierten Plänen, einer gewissen Prise Naivität sowie großen Schocks und Rückschlägen. Diese Erfahrungen führten zu einem Lernprozess, stetigen Verbesserungen und letztlich zu erfolgreichen Partnerschaften und Projekten.

„Ja, wir müssen so aussehen“

Frank Nicolaisen und Anton May sind Mitarbeiter des Berliner Tech Teams der HypoVereinsbank. Als Firmenkundenberater, die sich auf junge Technologieunternehmen spezialisiert haben, verzichten sie bewusst auf Sakko und Krawatte, um ihren Kunden gleich zu Beginn zu signalisieren: „Wir sprechen mit euch auf Augenhöhe.“ Bei Äußerlichkeiten dürfe es jedoch nicht bleiben, führen die beiden Referenten aus. Der Kunde müsse feststellen, dass sich die Bankberater mit dem Mindset sowie den speziellen Anforderungen eines schnell wachsenden Tech-Start-ups beschäftigt haben und ihrerseits flexibel agieren können. Bei der Zusammensetzung des Teams achtete die HVB daher darauf, dass dieses nicht nur aus klassischen Bankern besteht, sondern zusätzlich Mitarbeiter mit einem Background im Technologie- und Start-up-Bereich rekrutiert wurden.

Daniel Draenkow, Digitalisierungsexperte beim DSGV, stellte das Thema Plattformökonomie ins Zentrum seiner Ausführungen. Vor allem Plattformen, die viele hilfreiche Services und Produkte anbieten und gleichzeitig über einfache, intuitive Interfaces verfügen, sind für den Nutzer attraktiv. Denn dieser strebt vor allem nach Convenience. Aus diesem Grund arbeiten die Sparkassen daran, die heutige Internetfiliale in eine modulare Multibanking-Finanzplattform zu verwandeln. Damit dies gelingt, plädierte Draenkow für eine „neue digitale Offenheit“ sowie „neue Ansätze, um die entwickelten Prototypen schnell auf die Straße zu bringen“.

Die Future-Banking-Garage

Plattformökonomie war anschließend eines von drei Themen der Future-Banking-Garage. In diesem Workshop-Format diskutierten die Teilnehmer in Kleingruppen zudem über die Arbeitswelt von morgen sowie die Rolle der bankeigenen IT-Abteilung. In Kürze werden wir unseren Mitgliedern ein detailliertes Protokoll der Ergebnisse aus Berlin und Frankfurt zur Verfügung stellen. Sie sind noch kein Mitglied? Dann wenden Sie sich doch an Scarlett Münch. Ihre Kontaktdaten finden unten auf dieser Seite.

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