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1744: Mayer Amschel Rothschild – Der Beginn des Hauses Rothschild

Mit der Geburt Mayer Amschel Rothschilds wurde der Grundstein für eine der erfolgreichsten Familiendynastien im Banking gelegt. In unserer #Zeitreise erfahren Sie alles zu dem Bankier und dem traditionsreichen Familienunternehmen.

Von Redaktion - 25. Februar 2020
Grafik zur Zeitreise 1744: Geburt des Mayer Amschel Rothschild

Er gründete eines der traditionsreichsten Bankhäuser: Mayer Amschel Rothschild.

Mayer Amschel Rothschild war ein erfolgreicher Kaufmann und Bankier und Begründer des Hauses Rothschild. Es ist weltbekannt und bezeichnet eine jüdische Bankerdynastie, die auch heute noch im Bankgeschäft tätig ist, vor allem im Investmentbanking und der Vermögensverwaltung. Der Familienname entstand, weil der Wohnsitz in der Frankfurter Judengasse den Namen „zum Roten Schild“ trug. Den Namen Rothschild behielt die Familie bei, auch als sie später den Wohnsitz wechselte.

Geboren wurde Mayer Amschel Rothschild am 23. Februar 1744. Seine Familie lebte in der Judengasse in Frankfurt am Main. Zunächst wurde er auf eine Talmudschule in Fürth geschickt, doch nach dem Tod seiner Eltern arbeitete er für die Firma von Wolf Jakob Oppenheim. Oppenheim war ein „Hoffaktor“, der als selbstständiger Kaufmann die Adelshöfe mit Luxusgütern belieferte. Zusätzlich tätigte er Finanzgeschäfte und handelte mit antiquarischen Münzen.

Mayer Amschel Rothschild: Der Aufstieg zum Hoffaktoren

Das Wissen, das Mayer Amschel Rothschild in der Firma erwarb, nutzte er 1764 als er nach Frankfurt zurückkehrte und sich selbständig machte. Mit seinem Verhandlungsgeschick und seinen Beziehungen konnte er bald Kontakte zum späteren Kurfürsten Wilhelm von Hessen knüpfen und Münzgeschäfte mit ihm abwickeln. Auf Rothschilds Bitte hin wurde ihm schließlich den Titel eines Hoffaktoren verliehen. Durch diesen Titel bekam er zwar keine zusätzlichen Rechte, doch er konnte von da an eine Plakette mit der Inschrift „M. A. Rothschild, Hoflieferant Seiner Erlauchten Hoheit, Erbprinz Wilhelms von Hessen, Graf von Hanau“ vorweisen. Der Titel brachte Prestige und lockte Kunden an.

Ab 1785 baute Rothschild eine Geschäftsbeziehung mit einem der reichsten Fürsten im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation auf, dem Landgrafen Wilhelm IX. von Hessen-Kassel. Das führte dazu, dass er schließlich eng mit dem Finanzberater des Kurfürsten zusammenarbeitete und Wilhelms Finanztransaktionen in ganz Europa durchführte.

Der Weg zum Familienunternehmen

1770 heiratete er und bekam insgesamt zwanzig Kinder. Als die internationalen Geschäfte zunahmen, machte er seine Söhne zu Geschäftspartnern und blieb selbst an der Spitze des Unternehmens. Durch diese Unterstützung hatte Mayer Amschel Rothschild die Zeit, sich für die Gleichberechtigung der Juden einzusetzen. 1811 verkündete der Großherzog von Frankfurt schließlich das Emanzipationsedikt, dass die Frankfurter Juden rechtlich mit den übrigen Bürgern gleichstellte. 1812 wurde Mayer Amschel Rothschild zum Mitglied des Frankfurter Wahlkollegiums. Er starb am 16. September des gleichen Jahres.

In seinem Testament waren Nachfolge und Führung des Familienunternehmens klar geregelt. So sollten nur Familienmitglieder wichtige Positionen in der Firma besetzen und das Familienoberhaupt sollte immer der älteste Sohn des ältesten Sohnes werden.

Rothschild heute

Heute ist die größte Gesellschaft der Rothschild-Familie die „Rothschild & Co“, die zunächst eine Eisenbahngesellschaft war, heute jedoch ist sie die zentrale Holdinggesellschaft für die Geschäfte der britischen und französischen Rothschild-Zweige. Zu ihren Bereichen gehören vor allem Investmentbanking, Corporate Banking, Private Banking und Private Equity. Weitere Gesellschaften sind die „Groupe Edmond de Rothschild“ und die „RIT Capital Partners“.

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