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Holacracy

Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt

Von Anna Stötzer - 02. November 2016

Autor: Brian J. Robertson
Euro: 24,90
200 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-8006-5087-3
Vahlen

Unternehmensstrukturen sind auch in der heutigen Zeit oft noch sehr verstaubt. Besonders Mitarbeiter in Banken kennen die Problematik mit den „klassischen“ Formen der Unternehmensführung. An dieser Stelle ist anzumerken, dass Banken und viele Unternehmen der Finanzbranche nicht gerade bekannt dafür sind, innovativ oder schnell in Puncto Umsetzung von Neuerungen zu sein.

Besonders in Bezug auf die „Digitale Transformation“ werden Umsetzungsprozesse nur langsam und starr vorangetrieben, wenn man es denn als Vorantreiben bezeichnen kann. Gutdurchdachte, innovative und zudem leicht umzusetzende Produkte müssen erst einmal Anklang in den Chefetagen finden, bevor beziehungsweise wenn sie überhaupt umgesetzt werden können und dürfen. Zu Beginn steht jedoch immer der Papierkrieg. Kein Einzelfall, der viele Unternehmen trifft. Dass es jedoch anders geht, zeigt Brian J. Robertson.

Vier Leitlinien der Holokratie

In seinem Buch „Holacracy“ schildert Robertson detailliert seine Beweggründe, starre Unternehmensstrukturen aufzubrechen und zu verändern. Die Umsetzung sollte dezidiert vorangetrieben werden. Es sei auch wichtig, Kompetenzen zu vergeben, jedoch sollte die „Chefetage“ niemals von oben herab arbeiten. Viel wichtiger sei ein Miteinander im Unternehmen.

Robertson unterteilt das Vorgehen hierbei in vier Leitlinien. Diese festen Bestandteile setzen fest, wie Kompetenzen verteilt und umgesetzt werden. So arbeiten die verschiedenen Abteilungen in sogenannten Kreisen, aus denen heraus bestimmte Sprecher gewählt werden, die mit angrenzenden Kreisen kommunizieren. Dies erfolgt stellvertretend für die anderen Mitarbeiter. Zudem ist nicht nur die Kommunikation mit aneinander angrenzenden Kreisen, die dementsprechend auch enger zusammenarbeiten, von Relevanz, sondern auch das Umsehen im gesamten Unternehmen, um den Überblick zu bewahren und ein positives Arbeitsklima zu fördern. Dies ist jedoch nur ein Teil des ganzen Konzepts.

Holokratie einführen

Jeder, der die „Holacracy“, oder zu Deutsch „Holokratie“, in sein Unternehmen implementieren möchte, sollte sich laut des Autors streng an die Vorgaben halten. Dies sorgt zum einen dafür, dass die Neustrukturierung einfacher fällt und zum anderen trotz aufgebrochener Strukturen ein gewisses und notwendiges Maß an Ordnung eingehalten wird. Zudem ist es wichtig, zu bedenken, dass jede Lösung, die für etwaige Belange im Unternehmen gesucht wird, dazu dient, ans Ziel zu gelangen, jedoch jeder Lösungsansatz revidierbar und erneuerbar ist.

Fazit

Mit „Holacracy. Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt“ hat Robertson ein interessantes Werk geschaffen, das allen Arbeitnehmern und vor allem Arbeitgebern zeigt, dass Unternehmensführung auch anders geht. Seine Thesen sind gut verständlich, da er stets seine Sicht der Dinge und Erfahrungen zur Anleitung verwendet. Die Umstellung scheint komplizierter, als sie ist, und scheint recht spannend zu sein.

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Gabriele Hauptmann